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AK Vorarlberg: 12.400 neue Jobs bis zum Jahr 2017

Die Arbeiterkammer Vorarlberg (AK) hat in einer Auftragsstudie 122 Zukunftsberufe ausgemacht. 82 davon setzen Lehrausbildung voraus.

Die AK hat die Wiener Synthesis-Forschung damit beauftragt, festzustellen, mit welcher beruflichen Orientierung Menschen in Vorarl­berg in den nächsten Jahren gute Beschäftigungschancen erwarten können. Studienautor Wolfgang Alteneder identifizierte im Ergebnis 122 Berufe mit guten Beschäftigungsaussichten in Vorarlberg. Beschäftigungschancen, Entlohnung und geringes Arbeitslosigkeitsrisiko stünden in klarem Zusammenhang mit der Ausbildung, erklärte Alteneder bei der Präsentation der Studie in Feldkirch. Die Palette der Berufe reichte dabei vom Stubenmädchen über den Koch und den Installationstechniker bis hin zum Softwareentwickler und Maschinenbaukonstrukteur.

Mehr Arbeitsplätze

Die wirtschaftliche Entwicklung Vorarlbergs bis 2017 sieht Alteneder optimistisch. Nach dem schwachen Wachstum 2013/14 werde ab 2015 eine Phase „beschleunigter wirtschaftlicher Expansion“ folgen. Es würden 12.400 Arbeitsplätze dazukommen, allerdings werde auch das Arbeitskräfteangebot um 11.900 Personen zunehmen. Das Beschäftigungswachstum bei Frauen werde sich vor allem auf den Dienstleistungssektor konzentrieren, für Männer ergäben sich größere Chancen im Produktionsbereich. 2017 werde das Bruttoregionalprodukt mit 2,9 Prozent Wachstum den vorläufigen Höhepunkt erreichen.

Nach dem Studienergebnis ist die größte Nachfrage nach Arbeitskräften bis zum Jahr 2017 im Dienstleistungssektor zu erwarten. Alteneder: „In der Sachgütererzeugung werden 3600 neue Arbeitsplätze entstehen, viele davon im Bereich Metallverarbeitung und Maschinenbau sowie in der Nahrungs- und Futtermittelindustrie.“ Im Handel erwartet er 1700 neue Stellen. Insgesamt werde daher die Arbeitslosigkeit leicht abnehmen.

Bildungsabschlüsse

AMS-Landesgeschäftsführer Anton Strini betonte, dass besonders ungelernte Arbeitskräfte von Arbeitslosigkeit betroffen seien. „Es besteht ein klarer Zusammenhang zwischen Bildungsabschluss und Arbeitsmarktchancen. Mit einem guten Bildungsabschluss verbessern sich die Beschäftigungs- und Einkommenschancen.“

Wer eine Lehre abgeschlossen hat, hat gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Das geht auch aus der Studie hervor. „Karriere mit Lehre ist nicht bloß ein Schlagwort“, sagt Alteneder.

Nach Alteneder wird es eine Verschiebung in der Altersstruktur der Beschäftigten geben. Bis 2017 wird der Anteil derer, die sich im letzten Drittel ihrer Arbeitslaufbahn befinden, deutlich steigen. „Für uns ergibt sich daraus, dass es künftig für ältere Arbeitnehmer spezielle Rahmenbedingungen geben muss“, sagte AK-Präsident Hämmerle. Aber auch Jugendliche und Berufseinsteiger brauchten Unterstützung. Er forderte, die Lehrlingskündigung zurückzunehmen, diese habe sich als „Rohrkrepierer“ erwiesen.

Martina Kuster

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