Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

Strafverfahren gegen drei beschuldigte Rechtsanwälte

In voneinander unabhängigen Verfahren wird zwei Anwälten Untreue ­vorgeworfen und einem als Beitragstäter schwerer Betrug.

Gegen drei Vorarlberger Rechtsanwälte sind Strafverfahren wegen Vermögensdelikten anhängig. Zwei Anwälte werden der Untreue verdächtigt, der dritte des schweren Betrugs als Beitragstäter.

Am 3. Februar wird am Landesgericht Feldkirch neuerlich im Fall eines mittlerweile nicht mehr tätigen Hohenemser Anwalts verhandelt. Im ersten Feldkircher Schöffenprozess wurde der Jurist 2010 wegen Untreue mit einem Schaden von 738.000 Euro zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Der Oberste Gerichtshof (OGH) hob dieses Urteil am 21. September 2011 wegen eines prozessualen Formalfehlers auf. Erst gut zweieinhalb Jahre später kommt es nun zur vom Höchstgericht in Wien angeordneten Neuverhandlung.

Als Rechtsanwalt soll der den Vorwurf bestreitende Angeklagte 2007 Gelder einer finnischen Versicherung entgegen den Vereinbarungen nicht angelegt, sondern zum Großteil selbst verbraucht haben.

Ebenfalls Untreue wird einem Feldkircher Anwalt zur Last gelegt, zudem auch Veruntreuung. Der Jurist hat sich selbst bei der Staatsanwaltschaft Feldkirch angezeigt. Der promovierte Jurist gibt an, rund 400.000 Euro veruntreut zu haben.

Angeblich soll sich der Rechtsanwalt als Masseverwalter in einem Insolvenzverfahren bereichert haben. Beim Verkauf einer Liegenschaft soll der Masseverwalter Untreue-Handlungen gesetzt haben. Als Masseverwalter wurde er vom Landesgericht abgesetzt.

Die Staatsanwaltschaft hat nach Auskunft von Landesgerichtssprecher Norbert Stütler noch keine Anklage erhoben. Der sich selbst bezichtigende Rechtsanwalt ist inzwischen nicht mehr als Advokat tätig.

Ein anderer Feldkircher Rechtsanwalt hat sich nach Ansicht der Staatsanwaltschaft als Beitragstäter an einem schweren Betrug mitschuldig gemacht. Als unmittelbarer Täter wurde ein Tankstellenbetreiber angeklagt. Der Unternehmer und der Anwalt sollen einen kontrollierten Konkurs inszeniert und so drei Gläubiger um eine Million Euro geschädigt haben.

Einspruch erhoben

Der Anwalt habe am 17. September 2013 Einspruch gegen seine Anklage erhoben, teilte Gerichtssprecher Stütler auf Anfrage mit. Das Innsbrucker Oberlandesgericht (OLG) habe darüber noch nicht entschieden.

Vor fünf Jahren wurde am Landesgericht ein Unterländer Rechtsanwalt wegen Untreue und Veruntreuung von 350.000 Euro zu einer teilbedingten Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt. Davon betrug der unbedingte Teil acht Monate.

Seff Dünser

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.