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aus dem Gerichtssaal

Geldstrafe: Vorbestrafter Nachbar drohte dem Buben damit, ihn umzubringen.

seff dünser

Von dem Buben rassistisch beschimpft, bedrohte der Nachbar am 19. Juli 2013 in Bregenz den Neunjährigen und schlug und verletzte dabei dessen Mutter. Dieser Ansicht ist das Landesgericht Feldkirch. Dort wurde der 37-jährige Angeklagte wegen gefährlicher Drohung und Körperverletzung schuldig gesprochen. Der mit acht Vorstrafen belastete Bregenzer wurde zu einer Geldstrafe von 960 Euro verurteilt – 240 Tagessätze zu je vier Euro. Die mögliche Höchststrafe hätte ein Jahr Gefängnis betragen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Es habe damit begonnen, dass der Bub der Nachbarin seinem Sohn auf dem Spielplatz lästig gewesen sei, berichtete der Angeklagte. Wegen des neuerlichen Streits zwischen den Kindern sei er eingeschritten. Dabei habe das Nachbarskind zu ihm gesagt: „Scheiß Türke, halt die Schnauze!“

Daraufhin hat der in Rage geratene Türke laut Urteil zur Mutter des Buben mehrfach gesagt, er werde ihn umbringen. Zudem soll der einschlägig Vorbestrafte seiner Nachbarin mit einer Krücke gegen den Bauch geschlagen und ihr dabei eine Prellung zugefügt haben. Zuletzt war der Türke 2007 strafrechtlich verurteilt worden, zu einer Geldstrafe wegen Körperverletzung.

Der Beschuldigte bestritt die Anklagevorwürfe. Richter Martin Mitteregger glaubte aber der Mutter des Neunjährigen. Demnach hat der Angeklagte wütend bei ihr geklingelt, die Drohung gegen ihren Sohn ausgesprochen und sie mit der Krücke attackiert. Die 28-Jährige hat sich nach eigenen Angaben im Krankenhaus behandeln lassen und zwei Wochen lang Schmerzen gehabt.

Ihr Sohn habe „Scheiß Türke“ zu ihrem Nachbarn gesagt, räumte die Frau ein. „Er wird schnell wütend und kann sich dann nicht anders ausdrücken.“ Ihr Kind leide unter einer Verhaltensstörung, er habe ADHS. Wegen seiner Aufmerksamkeits-/Hyperaktivitätsstörung sei ihr Sohn impulsiv. „Er hat eine kleine Schmerzgrenze“, sagte die Mutter.

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