160.000 Euro Schaden: Bei Trickdieb-Trio klickten die Handschellen

Bregenz/Innsbruck. Einer Trickdieb-Bande haben Beamte der Vorarlberger und der Tiroler Polizei das Handwerk gelegt. Die drei Deutschen sollen seit Anfang 2012 für insgesamt 18 Einschleichdiebstähle verantwortlich sein. Nach Polizeiangaben richteten sie dabei einen Schaden von rund 160.000 Euro an.

Die Masche der Täter war nach Ermittler-Angaben immer dieselbe: Einer der Männer gab sich bei den zumeist älteren Opfern als Wasserwerks-Mitarbeiter oder Handwerker aus. Er bat dann den Bewohner, ihm im Keller die Wasseruhr zu zeigen, weil es in der Nähe einen Wasserrohrbruch gegeben habe und er nun den Wasserdruck prüfen müsse. Dabei achtete der Mann darauf, dass die Haustüre unversperrt blieb. Während der mutmaßliche Trickdieb das Opfer im Keller beschäftigte, drang mindestens ein Komplize ins Haus ein und sah sich nach Schmuck und Geld um. Die Opfer bemerkten den Diebstahl oft erst nach Stunden oder Tagen, heißt es.

Insgesamt soll die Gruppe in den zwei Jahren 18 derartige Diebstähle oder Diebstahlsversuche begangen haben, 14 in Vorarlberg, vier in Tirol. Nachdem am 24. Jänner aus dem Bezirk Feldkirch neuerlich ein Fall angezeigt wurde, schlug die Polizei zu. Die Beamten hatten die Gruppe bereits im Visier. Noch am selben Nachmittag wurden die 22 und 31 Jahre alten Hauptverdächtigen aus Deutschland vom Landes­kriminalamt Vorarlberg und dem Einsatzkommando Cobra in Lochau festgenommen.

Die beiden Männer wurden in die Justizanstalt Feldkirch gebracht. Ein weiterer Tatverdächtiger (39), ebenfalls aus Deutschland, wurde auf freiem Fuß angezeigt. Die Männer reisten für die Taten jeweils aus Deutschland an. Sie dürften sich mit der Beute den Lebensunterhalt finanziert haben. Derzeit wird überprüft, ob das Trio für weitere Diebstähle infrage kommt. Geständig seien die Männer bisher nicht, heißt es.

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