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Aus dem Gerichtssaal

Zwei Drogensüchtige, die beim Betteln Geld erhalten hatten, raubten im Hörbranzer Salvatorkolleg mit einer Pistole einem Pater 4000 Euro.

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Von einer „besonders verwerflichen Tat“ sprach Richter Christoph Mad­lener als Vorsitzender des Schöffensenats. Denn die beiden geständigen Angeklagten hatten wenige Tage vor dem bewaffneten Raubüberfall auf das Salvatorkolleg in Hörbranz dort 20 bis 30 Euro erbettelt.

Wegen schweren Raubes, aber auch wegen des Schmuggels von 130 Gramm Kokain, Diebstahls und anderer Vergehen wurden die zwei drogensüchtigen Untersuchungshäftlinge gestern am Landesgericht Feldkirch schuldig gesprochen. Der mit zwei einschlägigen Vorstrafen belastete Serbe (36) wurde zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt, der unbescholtene Österreicher türkischer Abstammung (43) zu sechseinhalb Jahren. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die Verteidiger Patrick Beichl und Andrea Concin meldeten Nichtigkeitsbeschwerde und Strafberufung an, Staatsanwalt Manfred Bolter Strafberufung. Der Strafrahmen für schweren Raub beträgt fünf bis 15 Jahre Haft.

Fluchtauto konfisziert

Am 3. Juni 2013 raubten die maskierten Männer aus dem Tresor des Klosters 4000 Euro. Dabei hielt der 43-jährige Staplerfahrer einem Pater eine Gaspistole ins Genick. So wurde der Geistliche gezwungen, den Geldschrank zu öffnen. Die Täter wurden kurz darauf gefasst. Jemand hatte sich ihr Autokennzeichen aufgeschrieben. Der VW Sharan des 43-Jährigen wurde gestern vom Gericht für konfisziert erklärt, weil es als Fluchtauto gedient hatte.

Beim Betteln Tage vor dem Überfall stahlen die beiden Männer aus dem Salvatorkolleg zwei Laptops. Bestohlen wurde auch eine andere kirchliche Einrichtung von einem der beiden Bettler. Der 36-Jährige klaute am 24. April 2012 aus dem Pfarramt in Dornbirn-Oberdorf 200 Euro. Zuvor habe ihm der Pfarrer „sehr viel geholfen“, nicht nur finanziell, sagte der in Innsbruck geborene Serbe.

Kokainschmuggel

Aus der Schweiz über die Grenze in Lustenau nach Österreich geschmuggelt haben die Kokainsüchtigen 130 Gramm Kokain. Sie gaben zu, das Rauschgift zuvor bei einem Einbruch in Liechtenstein gestohlen zu haben. Dazu ist in Liechtenstein ein Gerichtsverfahren anhängig.

In Österreich sind gegen den vorbestraften Serben noch andere Strafverfahren anhängig, auch wegen Betrugs. Gestern wurde er auch wegen der Fälschung besonders geschützter Urkunden verurteilt. 2008 war er mit einem gefälschten slowenischen Reisepass von Serbien nach Schwechat geflogen.

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