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Positive Stimmung unter Vorarlbergs Industriellen

Fast ein Drittel der Unternehmer will im neuen Quartal zusätzliche Mitarbeiter einstellen.

Optimistisch in die Zukunft blicken die Verantwortlichen in der heimischen Industrie. Allerdings befürchten auch viele Unternehmer sinkende Verkaufspreise für ihre Produkte. Das geht aus der am Freitag präsentierten Konjunkturumfrage für das vierte Quartal 2013 der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung hervor.

Dank Produktivitätssteigerung und guter Exportlage erlebe die Industrie einen Aufwärtstrend, erklärte Spartenobmann Christoph Hinteregger. Jedoch müsse auch die öffentliche Hand mehr Effizienz an den Tag legen, um dringend notwendige Reformen ohne Steuererhöhungen oder die Einführung neuer Abgaben durchzuführen.

Die positive Stimmung bei den Unternehmern zeigt sich in der Studie vor allem im „Geschäftsklima-Index“. Bei diesem wird ein Mittelwert aus der Einschätzung der momentanen Situation und der prognostizierten Lage in einem halben Jahr gebildet. Mit 34,1 Prozent lag dieser Wert im vierten Quartal 2013 so hoch wie zuletzt Mitte 2011. Mehr als die Hälfte der befragten Verantwortlichen von 40 Unternehmen bezeichnete die momentane Geschäftslage als gut. Lediglich ein Prozent stufte die Situation als schlecht ein. Für die kommenden sechs Monate rechnen knapp 83 Prozent der Umfrage-Teilnehmer mit einer gleichbleibenden Lage. Knapp drei Prozent befürchten eine Verschlechterung.

Der Optimismus schlägt sich auch auf die Personalplanung nieder. So möchte fast ein Drittel der Unternehmer im kommenden Quartal neue Mitarbeiter einstellen. Lediglich vier Prozent erwarten einen sinkenden Personalstand.

Vor allem in der Maschinen- und Metallbranche sind die Verantwortlichen jedoch aufgrund der Verkaufspreise besorgt. Fast zwei Drittel der Befragten befürchten, dass diese in nächster Zeit sinken werden. Diese Angst ist zwar in anderen Sparten nicht so stark ausgeprägt, jedoch zeigt die Erhebung, dass auch in diesen sehr viele Unternehmer mit der Ertragssituation unzufrieden sind. Vor allem in der Textilindustrie herrscht diesbezüglich eine eher negative Stimmung. 57 Prozent der Umfrage-Teilnehmer beurteilen die Ertragslage als schlecht, 43 Prozent als durchschnittlich.

Ganzheitlicher Weg

Hinteregger fordert von der Politik mehr Mut in Sachen Bildung. Dabei gelte es, einen ganzheitlichen Weg zu verfolgen. Die Gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen sei zwar „erprobenswert“. Jedoch dürften auch Frühförderung, Erwachsenenbildung und die Ganztagesbetreuung nicht zu kurz kommen.

Zudem sei eine sinnvolle Steuerreform notwendig, die die kalte Progression der vergangenen Jahre beseitige. Nur auf diese Weise bleibe den Angestellten mehr Netto vom Brutto. „Nicht die Betriebe zahlen zu geringe Löhne, sondern der Staat nimmt durch Steuern, Sozialbeiträge und Gebühren unverhältnismäßig viel weg“, meinte der Spartenobmann.

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