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Finanzielle Weichen sind gestellt

Gemeinde Mittelberg budgetiert für 2014 Tourismuseinnahmen in Höhe von 5,1 Millionen Euro. 53 Prozent davon werden in Infrastruktur gesteckt, 47 Prozent gehen an die Kleinwalsertal Tourismus eGen.

Seit einem Jahr liegen die operativen Geschäfte in Sachen Fremdenverkehr im Kleinwalsertal bei der Kleinwalsertal Tourismus eGen. Die Auslagerung aus den Gemeindeagenden hin zu einer privatwirtschaftlich geführten Genossenschaft führte auch dazu, dass die Aufgaben zwischen Gemeinde und Tourismusgenossenschaft klar definiert werden mussten. So ist die Kommune zuständig für die infrastrukturellen Maßnahmen, bei der Genossenschaft liegen die Entscheidungen über Kundenservice, Marketing und Kommunikation, Produktmanagement, Vertrieb und Verkauf. Alles basierend auf einer direkten Beteiligung möglichst vieler touristischer Leistungsträger im Kleinwalsertal.

Aufteilung geklärt

Bei der Neuformierung des Tourismusbüros wurden auch die finanziellen Weichen gestellt. Die Frage lautete: Wie werden die Tourismuseinnahmen zwischen Gemeinde und Genossenschaft aufgeteilt, um die definierten Aufgaben erfüllen zu können?

Im Voranschlag für das laufende Jahr wurden die Tourismuseinnahmen aus Gästetaxe, Tourismusbeiträgen und Zweitwohnsitzabgabe auf rund 5,1 Millionen Euro budgetiert. Der Großteil davon fällt mit 3,2 Millionen Euro auf die Gästetaxe, 262.000 Euro auf die Zweitwohnsitzabgabe und 1,7 Millionen auf Tourismusbeiträge der Betriebe. Laut Bürgermeister Andi Haid sind „alle Personen, die von einem in der Gemeinde gelegenen Standort aus eine selbstständige Erwerbstätigkeit ausüben“, zum Entrichten von Tourismusbeiträgen verpflichtet. Mit anderen Worten: Alle Betriebe und Selbstständigen, auch jene nur indirekt vom Tourismus profitierenden, sind abgabepflichtig.

Erfreulich ist die Entwicklung der Gästetaxe in den vergangenen fünf Jahren. Diese ist von 3,1 Millionen Euro im Jahr 2009 nach Rückgängen in den Jahren 2010 und 2011 auf 3,3 Millionen Euro (2013) gestiegen.

Die Gesamtsumme der Tourismusabgaben wurde im Rahmen der Auslagerung der Tourismusgeschäfte aus den Gemeindeaufgaben laut Bürgermeister Haid genau abgeklärt. Man habe sich dazu „intensiv mit dem bestehenden Tourismusbudget auf der Gemeinde und den zu übertragenden Aufgaben in die Genossenschaft beschäftigt“. Schließlich wurde auf Basis des Budgets aus dem Jahr 2012 „eine Aufteilung von Aufwendungen und Erträgen vorgenommen“, erklärte der Bürgermeister. Daraus resultierte der „derzeitige Aufteilungsschlüssel der touristischen Einnahmen“, der für das laufende Jahr 53 Prozent (2,7 Millionen Euro) für die Gemeinde und 47 Prozent (2,4 Millionen Euro) für die Tourismusgenossenschaft vorsieht. Dieser Aufteilungsschlüssel wurde bei der Genossenschaftsgründung für die ersten drei Jahre fixiert. Haid: „Das gibt Planungssicherheit auf beiden Seiten.“ Mit dem Anteil der Gemeinde komme die Kommune dem Erhalt, der Pflege und dem Ausbau der Infrastruktur nach. Dazu zähle etwa das umfangreiche Wegenetz, die Ortsbildpflege, die Loipenpräparierung im Winter, aber auch die Leistungen des gemeindeeignen Bauhofs. Große Aufgaben seien unter anderem auch der öffentliche Personennahverkehr (Walserbus), die Schneeräumung und das vielfältige Thema der Sicherheit.

Rücklagen vorhanden

Und die Kleinwalsertal Tourismus eGen richtet den Fokus ihrer Arbeit und damit ihre anteiligen touristischen Einnahmen „auf den in der Satzung festgelegten Zweck und die Hauptaufgabe“ der „Förderung ihrer Mitglieder sowie der Tourismusdestination Kleinwalsertal“, beschreibt es der Bürgermeister. Den detaillierten jährlichen Budgetvoranschlag „und die damit verbundenen Maßnahmen beschließen Vorstand und Aufsichtsrat der Kleinwalsertal Tourismus eGen“.

Der Tourismus im Kleinwalsertal kann sich beim Erledigen der Aufgaben derzeit neben den jährlichen Einnahmen mit Ende des zurückliegenden Jahres auf geschätzte 3,3 Millionen Euro Tourismusrücklagen stützen. Die genaue Summe wird erst nach dem noch fertig zu stellenden Gemeinde-Rechnungsabschluss feststehen.

Edgar Österle

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