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Studie: Vorarlberger sind keine Zocker

Auf Bank- und Vermögensberater sowie Medien und Fachzeitschriften setzen Vorarl­berger bei der Einholung von Informationen über Wertpapiere.

Die Erholung der globalen Wirtschaft nach der Krise ist weiterhin im Gange. Dennoch bleiben Inflation und Zinsen auf niedrigem Niveau. Das erklärten am Mittwoch Paul Severin, Kapitalmarktexperte der Erste Asset Management, und Anton Steinberger, stellvertretender Sprecher der Vorarlberger Sparkassen, in Dornbirn. Grund für ihre Ausführung war die Präsentation einer Imas-Studie über „Kapitalmarktaussichten und Wertpapierklima in Vorarlberg 2014“. Diese hatten die Verantwortlichen der Erste Bank und Sparkassen im vergangenen Jahr in Auftrag gegeben, um Trends auf den Kapitalmärkten darzustellen und zu erkennen.

Fundierte Beratung wichtig

Eines der Studienergebnisse ist laut Steinberger, dass den Befragten im Ländle eine fundierte Expertenberatung wichtig ist. Andererseits seien Vorarlberger keine Zocker. Das zeige sich auch dadurch, dass sich 83 Prozent der Studienteilnehmer in Vorarlberg als sehr sicherheitsorientiert bezeichnen. Dennoch zählten fast zwei Drittel der Interview­ten Wertpapiere zu einem selbstverständlichen Anteil im Anlagenmix. Auch 64 Prozent der Vorarlberger Studienteilnehmer hätten angegeben, Anlagenformen seien riskant. Daher sei der Prozentsatz der Wertpapierbesitzer dementsprechend hoch.

Laut Steinberger gab ein Drittel der Befragten an, dass sie persönlich oder gemeinsam mit dem Partner im Besitz von Wertpapieren sind. Gering ist laut der Studie der Anteil jener Befragten, die glauben, dass solche Anlageformen nur etwas für reiche Leute sind. Diese Meinung vertreten nur 18 Prozent der Teilnehmer.

Nach Worten des stellvertretenden Sparkassen-Sprechers ist einem Großteil der Vorarl­berger Nicht-Wertpapierbesitzern sehr wohl bewusst, dass sie aufgrund der derzeitigen Inflationsrate und den vergleichsweise niedrigen Zinsen beim Sparbuchsparen real einen Wertverlust in Kauf nehmen müssten. Dennoch würde nur ein Drittel Wertpapiere als geeignetes Mittel in Betracht ziehen, um gegen diesen Verlust anzukämpfen.

Ebenso hätten 46 Prozent der Befragten angegeben, dass ihr Wissen über diese Art der Anlage mangelhaft sei. Eine Erklärung von Steinberger: „Das Sparbuch ist für die kurzfristige Liquidität wichtig und notwendig. Für längerfristige Veranlagungen, die über der Inflation liegen, sollte über die eigene Strategie neu nachgedacht werden.“ Er verweist in diesem Zusammenhang auch auf das jeweilige Risikoprofil der Anleger. Denn nicht alle Wertpapiere seien für jedes Profil geeignet. Aber gerade im Bereich der sogenannten gemanagten Vermögensverwaltungen gebe es auch für sicherheitsbewusste Anleger passende Möglichkeiten.

„Das Sparbuch ist für die kurzfristige Liquidität wichtig und notwendig.“

Anton Steinberger, stellver­tretender Sprecher der Vorarlberger Sparkassen.

Information zur Studie

Auftraggeber: Erste Bank der österreichischen Sparkassen

Durchführungszeitraum: 25. November 2013 bis 7. Dezember 2013

Methode: Die Interviews wurden telefonisch mithilfe des Cati-Systems durchgeführt

Sample: Insgesamt wurden 900 Interviews in ganz Österreich (Bevölkerung 18 Jahre) durchgeführt. Pro Bundesland wurden 100 Teilnehmer befragt, um eine getrennte Auswertung zu ermöglichen. Für die Insgesamt-Betrachtung erfolgte eine Gewichtung der Bundesländer auf ihr repräsentatives Niveau.

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