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aus dem Gerichtssaal

Einschlägig vorbestrafter 28-Jähriger brach einem 22-jährigen Kollegen die Nase.

seff dünser

Weil er einen Kollegen mit einem Knietritt ins Gesicht brutal attackiert und dabei schwer verletzt hat, soll ein vorbestrafter Gewalttäter für ein Jahr ins Gefängnis. Der geständige Angeklagte nahm das Urteil des Landesgerichts Feldkirch an, das nicht rechtskräftig ist.

Der Schuldspruch erging wegen schwerer Körperverletzung, für die die mögliche Höchststrafe drei Jahre Haft beträgt. Für den 28-Jährigen galt hingegen ein erhöhter Strafrahmen von bis zu viereinhalb Jahren Gefängnis. Denn der fünffach einschlägig Vorbestrafte hatte zuvor in den letzten fünf Jahren schon zumindest zwei Haftstrafen wegen Gewaltdelikten erhalten. Richter Chris­toph Madlener bezeichnete die Sanktion von einem Jahr Haft als „Strafe im niedrigen Bereich“.

Nasenbeinbruch

Vor einem Lokal in Bregenz hatte der mit 1,5 Promille Alkoholisierte am 23. November 2013 dem mit 1,2 Promille Alkoholisierten zuerst zwei Kopfnüsse und dann einen Knietritt ins Gesicht verpasst. Dabei erlitt der 22-jährige Bregenzer einen verschobenen Nasenbeinbruch, der operiert werden musste.

In der Hauptverhandlung verzichtete das Gewaltopfer auf Schmerzengeld. Der Angeklagte solle das Geld lieber für seine wenige Monate alte Tochter ausgeben, sagte der Geschädigte. Vor der Verhandlung hatte der Kellner als Privatbeteiligter noch 3600 Euro gefordert. Der Richter würdigte den Verzicht auf Schadenersatz: „Jeder andere hätte darauf bestanden.“

Beim Opfer gewohnt

Der Kellner hatte den arbeitslosen Steirer bei sich wohnen lassen. Am Tattag waren sie vor ihrer Auseinandersetzung von der Polizei vom Bregenzer Perchtenlauf weggeschickt worden. Der 22-Jährige sagte, er habe einem Perchtenlauf-Teilnehmer die Peitsche weggeschmissen, einem anderen Teilnehmer habe sein Kollege gegen die Maske geschlagen.

Der verurteilte Steirer will seine Haftstrafe in Feldkirch verbüßen, um sich von seiner Vorarlberger Freundin besuchen lassen zu können.

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