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aus dem Gerichtssaal

Designerdrogen aus China in Bregenz teuer verkauft

1680 Euro Geldstrafe für vorbestrafte, suchtgiftabhängige Frau (36), die synthetische Drogen aus Asien übers Internet billig eingekauft hatte.

die Vorarlbergerin hat sich 500 Gramm der Designerdroge 4-MEC zu niedrigen Einkaufspreisen aus China schicken lassen und dann einen Teil davon im Großraum Bregenz teuer verkauft.

Dafür wurde die sechsfach vorbestrafte Drogenabhängige am Landesgericht Feldkirch zu einer Geldstrafe von 1680 Euro verurteilt – 240 Tagessätze zu je sieben Euro. Schuldig gemacht hatte sich die 36-jährige Frühpensionistin der Vergehen nach dem Neue-Psychoaktive-Substanzen-Gesetz (NPSG). Die mögliche Höchststrafe hätte zwei Jahre Gefängnis betragen. Das Urteil, mit dem die Angeklagte und Staatsanwalt Heinz Rusch einverstanden waren, ist rechtskräftig.

Zu bezahlen hat die Frau aus dem Bezirk Bregenz dem Staat zudem 1555 Euro als Verfallsbetrag. Dabei handelt es sich um jene Summe, die sie nach eigenen Angaben beim Verkauf der synthetischen Drogen tatsächlich erhalten hat. Sie hat 60 Gramm zum Grammpreis von 60 Euro verkauft. Allerdings will sie dafür nicht 3600 Euro bekommen haben. Einige Käufer hätten noch nicht bezahlt. „Der Verfallsbetrag hätte deutlich höher ausfallen können“, merkte dazu Richer Karl Mayer an. Zu bezahlen ist mittlerweile der gesamte Umsatz aus Drogengeschäften. Früher musste nur der mit der Straftat erzielte Gewinn an den Bund abgeliefert werden.

Der Einkaufspreis hatte nur 3,50 Euro pro Gramm ausgemacht. Sie habe hierzulande früher 80 bis 100 Euro bezahlt, sagte die Drogensüchtige. Ihr Dealer habe ihr dann den Tipp gegeben, das Methylon im Internet in China billig zu bestellen.

Davon hat sie 500 Gramm bestellt, 300 Gramm sind bei ihr eingelangt. Zwei der fünf Drogen-Sendungen aus China hat der Zoll in Wien abgefangen, zunächst 100 Gramm am 3. September 2013 und dann am 16. September des Vorjahres weitere 100 Gramm. „So ist die Geschichte aufgeflogen“, berichtete der Richter.

Selbst konsumiert

„Warum macht man so was?“, fragte der Richter die Angeklagte, die sich in einem Drogenersatzprogamm befindet. „Ich bin drogensüchtig, und es hat mir gefallen“, antwortete die mit zwei einschlägigen Vorstrafen belastete 36-Jährige. Sie hat den Großteil des chinesischen Rauschgifts selbst konsumiert. Die im Labor erzeugte Droge habe eine starke Wirkung, berichten Drogenpolizisten. Am 18. Dezember 2013 wurde die Frau um 8.05 Uhr festgenommen und nach ihrem Geständnis noch am selben Tag um 16 Uhr nach Hause entlassen.

Seff Dünser

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