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Tunnelspinne: Grüne orten falsches Spiel

Prognostizierte Schadstoffreduktion an der Bärenkreuzung sei vor allem auf Fortschritt bei der Technik zurückzuführen, meint Bernd Bösch.

Täuschung der Bevölkerung befürchten Vorarlbergs Grüne in Zusammenhang mit dem geplanten Feldkircher Stadttunnel. So habe die Landesregierung erklärt, durch die „Tunnelspinne“ gebe es eine Schadstoffreduktion an der Bärenkreuzung. Nun glaubt Grünen-Verkehrssprecher Bernd Bösch aber, dass Daten in einer Untersuchung der TU Graz gegen die geplante Tunnellösung sprechen. „Nicht einmal 20 Prozent der für 2025 errechneten Stickstoffdioxidreduzierung“ an der Bärenkreuzung seien auf die Entlastung durch den Tunnel zurückzuführen. Viel größer sei die Rolle, die Verbesserungen bei der Fahrzeugtechnik spielen würden. Ziel der Landesregierung ist es, die Stickstoffdioxid-Belastung an der viel befahrenen Kreuzung unter den EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft zu senken. Dafür reichten die Verbesserungen bei der Technik und gezielte verkehrsplanerische Maßnahmen aus, ist Bösch überzeugt.

Ins gleiche Horn stößt Marlene Thalhammer von den Feldkircher Grünen. Sie plädiert dafür, ein Speditionsunternehmen in Feldkirch-Tosters an den Stadtrand umzusiedeln. Außerdem solle der öffentliche Verkehr in der Montfortstadt weiter ausgebaut werden.

Kritik von ÖVP und FPÖ

ÖVP-Verkehrssprecher Peter Ritter wirft den Grünen jedoch mangelnden Hausverstand vor. „Es ist abwegig, darüber zu streiten, ob die Entlastungswirkung um ein paar Prozent weniger oder mehr ausfällt. Es sieht ein Blinder, dass die Verkehrssituation in Feldkirch untragbar ist. Schwerverkehr und Transitverkehr nach Liechtenstein lassen sich nicht wegzaubern“, meint der Bludenzer. Durch die geplante „Tunnelspinne“ steige die Lebensqualität der Bevölkerung in der Montfortstadt. Zudem gebe es neue Entwicklungschancen für das historische Zentrum. Massive Kritik äußert Ritter auch am Vorschlag, ein Speditionsunternehmen umzusiedeln. Zudem stoße der Ausbau des öffentlichen Verkehrs im Großraum Feldkirch bereits an seine Grenzen.

Ähnlich argumentiert der Feldkircher FPÖ-Stadtrat Daniel Allgäuer: „Die wiederholte Kritik der Grünen am Stadttunnel ist ein Affront gegenüber der Bevölkerung.“ Nicht nur der Wille der verkehrsgeplagten Bürger werde ignoriert, sondern auch die von Experten bestätigte Entlastungswirkung des Projekts. Die Versuche das Vorhaben in ein falsches Licht zu rücken seien „unerträglich“.

Die Diskussion um die „Tunnelspinne“ nimmt der Freiheitliche auch zum Anlass, vor einer Regierungsbeteiligung der Grünen zu warnen. Diese hätte seiner Meinung nach Blockade und Stillstand zur Folge.

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