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Liberalisierung sorgt für Wettbewerb

Papier ist geduldig: Obwohl für Öster­reich bereits 2002 die Liberalisierung des Gasmarktes festgeschrieben worden ist, hat diese erst im ­Oktober 2013 Westösterreich erreicht.

Heidrun Joachim

Erst seit Oktober 2013 können auch die Endkunden in Tirol und Vorarlberg ihren Gas-Lieferanten frei wählen. Einer der ersten neuen Anbieter, der sich Anteile am Vorarlberger Markt sicherte, war der Innsbrucker Energiehändler Gutmann.

Das vor etwas weniger als 60 Jahren gegründete Tiroler Familienunternehmen ist mit seinen Dienstleistungen in Vorarlberg nicht unbekannt. Bereits vor neun Jahren gab es die erste Tankstelle von Gutmann. „Und zwar in Schwarzach am Standort unserer heutigen Eni­Tankstelle. Von Anfang an eine Vorzeigestation mit umfänglichem Angebot“, sagt Alexander Gutmann, der im Familienunternehmen für die Gassparte zuständig ist.

Inzwischen sind es elf Tankstellen, die die Tiroler im Ländle führen, darunter zehn unter der hauseigenen Diskontmarke „Disk“. Auch mit Öl und Pellets werden Vorarlberger Kunden versorgt.

Über Erwartungen

Der Mineralöl­- und Heizstoffhändler hatte in der Vergangenheit Kunden verloren, die auf Gasheizungen umgestiegen waren. Mit der endgültigen Liberalisierung sah Firmenchef Albert Gutmann die Möglichkeit, solche Kunden zurückzugewinnen. Und dies in Tirol sowie in Vorarlberg. Insgesamt strebt Gutmann allein in der Gasversorgung in Vorarlberg mittelfristig 2000 Kunden an. „Jeder mehr ist natürlich willkommen“, sagt Alexander Gutmann und lacht. Seit Oktober des Vorjahres gebe es schon einen sehr guten Kundenstamm. Die Nachfrage von Privaten liege leicht über den Erwartungen. Bei Unternehmen sei das Interesse überdurchschnittlich hoch. Zahlen wurden nicht genannt, aber: „Die Vorarlberger sparen gern. Und wir bieten einen rund zehn Prozent niedrigeren Preis als Mitbewerber.“ Als einen Grund dafür, dass sich Vorarlberger für Gutmann entscheiden, sieht der Juniorchef ebenso die Möglichkeit, kombinierte Angebote „packen“ zu können.

Das Erdgas bezieht Gutmann von der Eni-­Gruppe, mit der das Unternehmen seit 2011 eng zusammenarbeitet. Damals hatten die Tiroler die eigenen Esso­ Tankstellen auf Eni umgestellt sowie einige direkt übernommen.

Egal, ob schlussendlich der bisherige Landesversorger oder die neuen Anbieter den billigsten Tarif im Angebot haben: Gewinner der Liberalisierung sind in jedem Fall die Erdgaskunden.

Gutmann GmbH

Sitz: Inn​sbruck

Geschäftsfeld: Anbieter von Treibstoffen, Heizöl, Pellets und Ergas (Heizen)

Tankstellen: österreichweit rund 80, davon elf in Vorarlberg

Mitarbeiter: insgesamt 240, davon über 40 in Vorarlberg

Umsatz 2013/14: über 300 Millionen Euro

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