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Schule macht Theater

Selber ein Drehbuch schreiben und eine Aufführung inszenieren. Ein Traum vieler junger Leute. Für Schüler des BG Gallusstraße und der HAK Bregenz ist dieser wahr geworden.

Linda Carugati

Das Projekt „Macht Schule Theater“ läuft heuer in der sechsten Auflage in ganz Österreich. Jugendliche arbeiten dabei eng mit Theatern zusammen, schreiben ein Drehbuch und stehen dann auch als Akteure auf der Bühne. Auf diese Weise sollen Mädchen und Burschen Zugang zu Kunst und Kultur erhalten.

In Vorarlberg haben sich vier Theater des Projektes angenommen und arbeiten seit einigen Monaten mit Schülern an dessen Umsetzung. Das Landestheater Bregenz etwa kooperiert mit jungen Leuten aus einer Ethikklasse des Bundesrealgymnasiums (BG) Gallusstraße und einigen Schülern der Bundeshandelsakademie Bregenz (BHAK). Insgesamt sind etwa 36 Mädchen und Burschen involviert und übernehmen im Laufe der Entstehung des Stückes verschiedene Aufgaben. Zu Beginn des Schuljahres, im September 2013, konnten sie sich zwischen „Ämtern“ beim Schreiben, Spielen oder in den Bereichen Maske, Kostüm und Technik entscheiden. Die Dokumentation der Arbeit, die Flyer-Gestaltung sowie die Vorbereitung der Premierenfeier hat eine Übungsfirma der BHAK/HAK übernommen.

Input bekommen

Die eigentliche Arbeit begann dann im Oktober 2013. „Wir bekamen zwar einen Input, aber die Geschichte, die im Stück verarbeitet werden sollte, durften wir uns selbst ausdenken“, sagt Deborah Sailer vom BG Gallusstraße. Sie hatte sich für die Schreibgruppe entschieden. „Um das Drehbuch zu schreiben, haben wir uns nach dem Unterricht getroffen. Daniela Egger, selbst Buch- und Theaterstückautorin, hat uns dabei geholfen“, erzählt sie. Die Nachmittage seien aber eher wie Workshops gewesen. „Sehr viel Interessantes haben wir da gelernt. Vieles, das auch nach diesem Projekt sicher noch wichtig ist“, sagt ihre Schulfreundin Sophia Haid.

Das Stück der Jugendlichen trägt den Titel „Chuzpe“. „Das ist jüdisch und heißt frei übersetzt Mut zeigen, sich gegen etwas auflehnen“, erklärt Sophia. In die Geschichte wurden auch persönliche Erfahrungen der Jugendlichen eingeflochten. Die Handlungsstränge der einzelnen Charaktere verlaufen parallel, doch zum Schluss steht jeder Einzelne vor einer Entscheidung, bei der er Mut beweisen muss.

Anfang 2014 war das Drehbuch dann fertig und wurde der Schauspiel-Gruppe zur Umsetzung übergeben. Seit Jänner ist etwa einmal die Woche geprobt worden. „Aber auf der eigentlichen Bühne sind wir erst seit dem jüngsten Montag“, erklärt Hannah Birnbaumer, die im Stück mitspielt. Auch ihre Mitstreiter sind begeistert. „Es macht einfach Spaß, sogar wenn eine Szene zehnmal wiederholt werden muss“, erzählt Daniel Schmidt und lacht. Es sei auf jeden Fall empfehlenswert, in dem Projekt mitzutun, fügt seine Kollegin Sarja Fuchs hinzu.

Vor dem Lampenfieber fürchten sich die Jung-Schauspieler wenig. „Am Anfang sind wir aber sicher aufgeregt.“ Jedoch, wenn der Text sitzt, braucht man keine Angst zu haben. Da sind sich die Jugendlichen sicher.

In den vergangenen Tagen wurde noch einmal kräftig geprobt und Text gelernt. Zur Premiere ihres Stückes am kommenden Montag soll schließlich alles perfekt sein. Bei der Umsetzung hat ihnen Profi Marcus Harms geholfen. Er wirkt seit 2003 am Vorarlberger Landestheater als Regieassistent und ist verantwortlich für den Theaterjugendclub. „Ich finde dieses Projekt einfach toll, denn die Schüler bekommen die Chance, ein wenig in die Theaterbranche hineinzuschnuppern.“ Das Landestheater ist bereits zum vierten Mal Schauplatz von „Macht Schule Theater“. Marcus Harms ist der Meinung, dass es sich auf jeden Fall lohnt, dieses Projekt auch in den kommenden Jahren fortzuführen.

Für die Vorstellung am Samstag, 10. Mai, sind noch Karten auf der Homepage www.landestheater.org oder an der Abendkassa erhältlich.

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