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Anklage: Zehnjährige Tochter vergewaltigt

Angeklagter Vater bestreitet die behaupteten schweren Übergriffe.

Seff Dünser

Die Mindeststrafe würde fünf Jahre Gefängnis betragen, sollte der Familienvater im Sinne der Anklage für schuldig befunden werden. Denn seine minderjährige Tochter soll durch die schweren Übergriffe traumatisiert worden sein. Die festgestellte psychische Belas-
tungsstörung komme, so die Anklageschrift, einer schweren Körperverletzung gleich. Dafür sieht das Strafgesetzbuch für die Verbrechen des schweren sexuellen Missbrauchs Unmündiger sowie der Vergewaltigung einen erhöhten Strafrahmen von fünf bis zehn Jahren Haft vor.

Prozess vertagt

Der gestrige Schöffenprozess am Landesgericht Feldkirch unter dem Vorsitz von Richter Peter Mück wurde vertagt. Bis zur nächsten Hauptverhandlung lesen die Schöffen die Protokolle der am Landesgericht erfolgten kontradiktorischen Einvernahme des mutmaßlichen Opfers. Staatsanwalt Hannes Glantschnig legt dem türkischstämmigen Angeklagten aus dem Bezirk Feldkirch vor allem zur Last, er habe seine minderjährige Tochter über Jahre hinweg sexuell schwer missbraucht und sogar mehrmals vergewaltigt. Zwischen 2006 und 2010 sei es zu den Vergewaltigungen gekommen. Die Tochter war dabei anfangs zehn Jahre alt. Im Alter von sieben Jahren sei das Mädchen erstmals von seinem Vater missbraucht worden.

Bestreitet Vorwürfe

Angeklagt wurde der auf freiem Fuß zur Verhandlung erschienene Mann wegen Vergewaltigung, schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen, sexuellen Missbrauchs von Unmündigen und Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses. Von Missbrauch spricht der Gesetzgeber, wenn der Übergriff ohne Gewalt erfolgt.

Der unbescholtene Angeklagte bestreitet sämtliche Vorwürfe. Verteidiger Dieter Klien wies darauf hin, die Anzeige sei erst eineinhalb Jahre nach den behaupteten letzten Übergriffen erfolgt. Der Anlass für die Anzeige sei eine Wegweisung gewesen. Als Hintergrund für die Vorwürfe vermutet der Anwalt ein beabsichtigtes Scheidungsverfahren.

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