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EHG trotzte dem europaweiten Trend

Obwohl Marktvolumen und Preise sanken, wurde konsolidierter Umsatz operativ gesteigert.

Die Stahl- und Metallhandelsgruppe EHG mit Hauptsitz in Dornbirn hat sich im Geschäftsjahr 2013 nach Angaben der Verantwortlichen entgegen dem Markttrend entwickelt. Denn während das Marktvolumen im EU-Raum um vier Prozent und die Preise im Schnitt um sechs Prozent gesunken seien, habe die EHG-Gruppe ihren konsolidierten Umsatz operativ um 1,5 Prozent gesteigert. Das erklärten Geschäftsführer Stefan Girardi und Prokurist Gerhard Monz.

Genau genommen sei das Geschäftsvolumen im Vorjahr sogar um acht Prozent auf 160 Millionen Euro gestiegen. Der Unterschied zum operativen Wachstum ergibt sich durch einen Einmaleffekt im Konsolidierungskreis, nämlich durch die Übernahme der restlichen 50 Prozent am Joint-Venture Arcotec Bewehrungstechnik. Dort hat sich wie berichtet die Schweizer SFS-Gruppe zurückgezogen. Der Arcotec-Umsatz wird dadurch zur Gänze der EHG zugerechnet.

Mit der Ertragssituation im Jahr 2013 zeigte sich die EHG-Geschäftsführung sehr zufrieden. Man bewege sich in etwa auf dem Niveau der vorangegangenen Geschäftsjahre. In den vergangenen Jahren hat EHG gemäß Jahresabschlüssen stets ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im höheren einstelligen Millionen-Euro-Bereich erzielt.

Neues Büro für Osteuropa

Girardi und Monz begründen die Geschäftsentwicklung 2013 mit zwei Argumenten: Zum einen habe die EHG Anfang 2013 ein Büro für osteuropäische Absatzmärkte eröffnet. Die zwei Mitarbeiter hätten dort bereits im ersten Jahr einen Umsatz von etwa vier Millionen Euro erzielt. Obwohl EHG auch in Zentral- und Osteuropa die gesamte Produktpalette anbiete, würden sich die Kunden insbesondere für die höherwertigen Produkte interessieren. „Billige Durchschnittsware kann in der dortigen Region günstiger gekauft werden“, sagte Girardi. Zum anderen habe EHG im Berichtsjahr den Konkurs des österreichischen Stahlhändlers Bogner genutzt und sei in dieses Vakuum vorgestoßen. Gerade Nirosta-Produkte (rostfrei) seien stark nachgefragt gewesen. Der Sortimentsabsatz sei um mehr als ein Drittel gesteigert worden, berichtete Monz.

Nichtsdestotrotz seien die Preisentwicklung und das rückläufige Marktvolumen ein Zeichen für die schwierige konjunkturelle Situation in der Stahl- und Metallbranche in Europa. Auch Asien und die USA hätten nicht mehr so viel Nachfrage verzeichnet. Für Händler wie EHG sei dieses Auf und Ab der Preise nicht so sehr das Problem. Entscheidend sei weniger die Höhe des Umsatzes, sondern der Deckungsbeitrag. „Aber für die Hersteller, die mit teils massiven Überkapazitäten konfrontiert sind, ist das eine katastrophale Situation“, meinte Girardi. Gut seien die gesunkenen Rohstoffpreise hingegen für jene Unternehmen, die viel Stahl und Metall verarbeiten.

Wesentlich optimistischer

Im ersten Quartal 2014 hätten das Marktvolumen respektive die Nachfrage bei der EHG um etwa fünf Prozent zugenommen. Andererseits jedoch seien die Preise nach einem kurzen Anstieg erneut um fünf Prozent gesunken. „Aber von der Nachfrage her gesehen sind wir wesentlich optimistischer als noch vor einem Jahr“, sagten Girardi und Monz. Sie rechnen mit einer leichten Umsatzsteigerung und einer konstanten Ertragssituation. Das konjunkturelle Umfeld habe sich heuer gebessert, gerade in den Absatzländern Österreich und Deutschland. Am Schweizer Markt sei derzeit vergleichsweise wenig von einer konjunkturellen Veränderung spürbar. EHG kommt auf einen Exportanteil von 50 Prozent. Jeweils ein Viertel des Umsatzes wird in Vorarlberg und im Rest Österreichs erzielt.

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