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Stadttunnel: Nun sind die Bürger am Zug

Bereits 2016 könnte mit der Errichtung des ­Feldkircher Stadttunnels begonnen werden.

Einen Schritt weiter ist das Projekt der Verkehrsumfahrung Feldkirch-Süd. Die ergänzten Unterlagen zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) sind bei der Behörde eingereicht worden. Von 26. Mai bis 18. Juli liegen diese beim Amt der Vorarlberger Landesregierung und in den Standortgemeinden auf und können von der Bevölkerung eingesehen werden. Bis zum Ende der Frist haben alle Bürgerinnen und Bürger zudem die Möglichkeit, schriftliche Stellungnahmen zu dem Projekt abzugeben. Das hat Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser am Mittwoch bekanntgegeben. Mit einem Bescheid seitens der Behörde wird gegen Ende des Jahres gerechnet. Sollte dieser positiv ausfallen, könnte 2016 mit dem Bau des Stadttunnels begonnen werden. In zwei Etappen soll dieser bis 2023 fertiggestellt werden. Die Kosten werden auf etwa 227 Millionen Euro geschätzt. Knapp 40 Millionen Euro steuert der Bund bei. Den Rest übernimmt fast zur Gänze das Land.

Als „wesentlichen Teil der UVP“ bezeichnete Rüdisser die Mitsprachemöglichkeit für die Bevölkerung. Aus diesem Grund sei die Frist, um eine Stellungnahme abzugeben, auf fast acht Wochen verlängert worden. Zudem sollen die Bürger in den betroffenen Gemeinden Feldkirch und Frastanz bei jeweils einer Veranstaltung im Juni genau über das Projekt informiert werden. Die Verantwortlichen erhoffen sich durch den Bau des Stadttunnels eine Verkehrsentlastung für die Feldkircher Innenstadt – vor allem an der Bärenkreuzung.

Seit mehreren Jahrzehnten werde für die verkehrsgeplagte Bevölkerung in der Montfortstadt nach einer Lösung gesucht, sagte Bürgermeister Wilfried Berchtold. Und mit dem nun vorliegenden Projekt sei ein guter Weg gefunden worden. Durch den Bau des Tunnels könne die Lebensqualität für bis zu 8000 Anrainer gesteigert werden – entweder durch weniger Lärm oder eine geringere Schadstoffbelastung.

Schleichweg über die Letze

Der Bürgermeister von Frastanz, Eugen Gabriel, erhofft sich vor allem eine Verbesserung für die Anwohner auf der Letze. Denn die dortige Straße werde von vielen Autofahrern als Schleichweg genutzt, um dem Stau auf der Bärenkreuzung auszuweichen. „Es sollte also zu einer Verbesserung der Lärm- und Schadstoffsituation in der Felsenau kommen“, meinte er. Ein weiterer positiver Aspekt des Stadttunnels sei, dass das Frastanzer Ried nicht bebaut werde, wie dies noch beim 1998 geplanten Letzetunnel der Fall gewesen sei.

Den Termin für den Baubeginn im Jahr 2016 bezeichnete Rüdisser als optimistisch. Es könne durchaus sein, dass es den einen oder anderen Einspruch gegen das Projekt geben werde. „Aber erst einmal warten wir den Bescheid ab. Dann sehen wir weiter.“

Die Unterlagen zur UVP wurden auch der Liechtensteiner Landesregierung übergeben. Im Fürstentum werden negative Auswirkungen wie etwa ein Anstieg des Verkehrsaufkommens befürchtet.

stadttunnel feldkirch

Im Zentrum des Projekts steht ein unterirdischer Kreisverkehr mit etwa 70 Metern Durchmesser. Von diesem führen insgesamt vier Äste zu den Ausfahrten in der Altstadt, der Felsenau sowie in Tisis und Tosters. Insgesamt hat der Tunnel eine Länge von etwa 3950 Metern. Für den Baubeginn wird das Jahr 2016 angestrebt. Vorher müssen noch die UVP und einige Grundablösen durchgeführt werden. 2022 soll die erste Bauetappe abgeschlossen sein. Dabei werden die Tunnel-Äste Richtung Felsenau, Altstadt und Tisis errichtet. Bis 2023 soll dann in der zweiten Etappe jener in Richtung Tosters gebaut werden. Insgesamt soll der Tunnel 227 Millionen Euro kosten.

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