Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

Tanzsportclub bludance BLUDENZ

Tanzen spiegelt das Leben wider

Innerhalb eines Jahrzehnts haben sich die Turnierpaare des Tanzsportclubs Bludance Bludenz in die höchste Wettkampfklasse getanzt. Aber nicht nur die Schrittfolgen für Walzer und Co werden den Mitgliedern beigebracht. Für den Nachwuchs und Junggebliebene gibt es Kurse im Hip-Hop und Zumba-Fitness.

Dunja gachowetz

Immer schön Lächeln, auch wenn die Füße in den Schuhen schmerzen. Immer auf die Körperhaltung achten, auch wenn man genau weiß, das wird nichts, mit einem Stockerlplatz. Wahrscheinlich bekommen Zuschauer von Turniertanz-Veranstaltungen von diesen Gedankengängen nichts mit. Für sie wirkt es so, als würden die Paare leichtfüßig, ohne Anstrengung über das Parkett schweben. Doch Otmar Dür, Sportwart des Tanzsportclubs Bludance Bludenz und selbst Turniertänzer, weiß, ohne schweißtreibende Übungseinheiten wäre das alles nicht zu schaffen: „Mindes­tens drei Mal in der Woche müssen wir trainieren, damit wir unseren Level halten können. Natürlich auch, wenn die Füße bereits schmerzen und sich schon Blasen gebildet haben.“ Doch er weiß, dass sich das Training auszahlen kann. Immerhin hat er sich mit seiner Tanzpartnerin, Ehefrau Helga, in den vergangenen zehn Jahren bis in die höchste Turnierklasse, die sogenannte S-Klasse, getanzt. In dieser ist der Verein mit insgesamt zwei Paaren vertreten, je ein Paar ist in der zweit- und dritthöchs­ten Gruppe zu finden. Trainiert werden sie von Akemi und Yoshitaka Natsume aus Deutschland. „Das ist unser Haupttrainerpaar. Mit Akemi und Yoshitaka treffen wir uns alle 14 Tage in Dornbirn. Mit ihnen feilen wir an der Choreografie und absolvieren mentale Übungseinheiten“, erklärt Dür.

Jogging fürs Gehirn

Gegründet wurde der Verein erst im Jahr 2001. Daher ist der Sportwart sehr stolz auf die Leistungen, welche die Turnierpaare in den vergangenen Jahren erzielt haben. „Das ist schon ein Wahnsinn, was wir geschafft haben. Natürlich ist das nur mit sehr viel Engagement zu schaffen. Und man muss sehr viel Zeit investieren, um seine gesteckten Ziele zu erreichen. Vom Trainigsaufwand ist der Tanzsport schon sehr aufwendig“, meint Dür. Auch der Verschleiß an Schuhen ist nicht zu verachten. Pro Jahr werden die Sohlen von drei bis vier Schuhpaaren durchgetanzt.

Die Turniertänzer geben ihr Wissen aber auch an Anfänger weiter. Denn alle vier Paare sind Übungsleiter. „Uns ist wichtig, dass diese nicht von Trainern, die keine Ausbildung haben, unterrichtet werden“, betont der Sportwart. Und Nachwuchssorgen haben die Bludenzer derzeit keine. Denn Fernsehsendungen wie etwa „Dancing Stars“ oder „Let’s Dance“ haben bei manchen Frauen und Männern wieder die Lust aufs Tanzen geweckt. „Durch diese Fernsehsendung hat der Sport schon einen Aufschwung erfahren. Und wir haben ein paar neue Mitglieder gewonnen“, sagt der Sportwart. Für ihn ist Tanzen Gehirnjogging. „Es spiegelt aber auch in gewisser Weise das Leben wider. Es ist ein Auf und Ab und man erlebt schon auch Höhen und Tiefen. Während eines Wettkampfs merkt man schnell, ob das was mit dem Finaleinzug wird oder nicht. Wichtig ist dann nur, dass man weniger gute Tage schnell abhakt“, meint Dür. Tanzen ist für ihn eine Sportart, die Frauen und Männer in jedem Alter ausüb­en können. 150 Mitglieder zählt der Verein derzeit.

Aber nicht nur die Schrittfolgen von Walzer, Tango oder Foxtrott werden in dem Tanzsportclub gelehrt. Sondern auch solche für Hip Hop und Zumba. „Diese beiden Gruppen leitet Melanie Wachter. Und die gibt ordentlich Gas“, berichtet Dür.

Als Konkurrenz zu den klassischen Tanzschulen sieht sich der Sportclub nicht. „Nein, das sind wir ganz und gar nicht. Beispielsweise ist es unser Ziel, dass es unsere Paare über den Breitensport in die Turniersportklassen schaffen. Wir bieten auch keine Kurse an, wie es Tanzschulen tun“, erklärt der Turniertänzer.

Vergnügungsbeirat

Natürlich wird in dem Verein nicht nur getanzt. Damit das Zusammensein und die Geselligkeit nicht zu kurz kommt, hat der Klub einen eigenen Vergnügungsbeirat. „Dieses Amt hat derzeit Paul Amann inne. Er organisiert beispielsweise Rodelpartien, Skitouren oder ein Bergfrühstück“, erzählt Otmar Dür.

Viel haben die Bludancer in den vergangenen Jahren erreicht. Ein Stück weit haben sie dazu beigetragen, dass der Tanzsport in Vorarlberg nicht in Vergessenheit geraten ist. „Vor wenigen Jahren drohte diesem noch das Aus“, weiß Dür. Trainiert wird derzeit im Sozialpädagogischen Zentrum in Bludenz. Ein eigenes Vereinslokal, das wäre der Traum der tanzsportbegeisterten Frauen und Männer.

■ Ihr Verein soll im Rahmen der Serie vorgestellt werden? Dann schicken Sie eine E-Mail an dunja.gachowetz@neue.at.

„Um das Level zu halten, müssen wir dreimal in der Woche trainieren – mindestens.“

Otmar Dür, Sportwart Tanzsportklub Bludance

Kontakt

Präsidentin:
Elisabeth Kinsperger

E-Mail: r.kinsperger@aon.at

Handy: 0680/4013051

Website: www.bludance.at

Artikel 1 von 11
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.