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Gesichter hinter den Ein-Personen-Unternehmen

Über 50 Prozent aller Firmen in Vorarlberg sind Ein-Personen-Unternehmen (EPU). Damit sind die 9890 Unternehmen ein starkes Standbein der Wirtschaft.

Heidrun Joachim

Der inzwischen zurückgetretene WKÖ-Vizepräsident Fritz Amann löste mit seiner Einschätzung, Einpersonenunternehmen seien keine Unternehmer, sondern „Tagelöhner“ einen Sturm der Empörung aus. Es hagelte Kritik sowohl von Wirtschafts-Verantwortlichen als auch von Einzelunternehmern.

Othmar Heidegger, Inhaber des Bregenzer Studios „Digitale Medien und Fotografie“ weiß: „Die Einzelunternehmer fühlen sich vom Tagelöhner-Sager diskriminiert. Es ist eine Respektlosigkeit gewesen.“ Aus eigener Erfahrung und aus dem Austausch mit vielen anderen Kollegen wisse er: „Jungunternehmer schätzen die Selbstständigkeit und die unternehmerische Freiheit sehr und sind keinesfalls Tagelöhner.“ EPU müssten Generalisten sein, legten hohe Eigenverantwortung und Leistung an den Tag, die nicht unerheblich zur Stärkung der Wirtschaft beitragen würden.

Die Betroffenheit über den amannschen „Tagelöhner- und „Problemfälle“-Sager mündete in Heideggers Idee, eben diesen den EPU in Vorarlberg ein Gesicht zu geben.

„Die Respektlosigkeit vor der Leistung von österreichweit 267.000 Personen durfte nicht unkommentiert bleiben.“ Denn die Vielfalt an Dienstleistungen, Fachwissen, Kompetenz und Enthusiasmus dieser Einzelkämpfer sei für die österreichische Wirtschaft unentbehrlich und die Steuerleistungen für den Staat ja auch willkommen.

Vorarlberger Antwort

Die Vorarlberger Antwort auf diese Entgleisung sei nun die Webgalerie „Gesichter der EPU“. Heidegger hat dazu Porträts von Unternehmern mit zugeklebten Mündern geschossen. „Der zugeklebte Mund steht für die Sprachlosigkeit ob der Äußerungen von Fritz Amann. Wenn das Bild geklickt wird, erscheint ein normales Porträt der Person.“

Diese Galerie solle ein ers-tes selbstbewusstes Statement der Porträtierten sein und die Aussage „Ich verwehre mich gegen solche diskriminierenden Äußerungen und bin stolz Unternehmer zu sein“ transportieren.

Heidegger, der auch bei „Amici delle SVA“ aktiv ist, sagt: „Die EPU, die gleichzeitig an mehreren Fronten agieren und kämpfen müssen, fordern Politiker und Funktionäre auf, für diese und alle anderen Unternehmen ein wirtschaftlich reizvolles Umfeld und eine positive Stimmung zu schaffen, die es allen ermöglicht, sinnhaft zu wirtschaften und zu arbeiten.“

Und wie geht es weiter? In weiteren Fotoshootings werde die Galerie mit Porträts bestückt und solle bis auf Weiteres ein visuelles Statement und ein Tribut an alle EPU sein. „Vielleicht folgen andere Bundesländer dieser Idee, die EPU in der öffentlichen Wahrnehmung zu stärken und dieser großen Masse an engagierten und hart arbeitenden Unternehmern ein Gesicht zu geben.“

Im Weiteren weist Othmar Heidegger, der seit 25 Jahren selbstständig ist, darauf hin: „Diese Aktion ist überparteilich, unabhängig und wird ohne finanzielle Mittel, ausschließlich mit EPU-Engagement, in Gang gesetzt.“

Weitere Informationen sowie eine Fotogalerie sind im Internet unter www.epu.club zu finden.

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