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PH-Studenten werden nach Innsbruck pendeln

Um „Pendlerstudenten“ in Innsbruck unterbringen zu können, werde Modell eines „Studenten-Hostels“ angedacht. Erste Gespräche sind am Laufen.

Einen Teil ihrer Ausbildung werden Studenten der Pädagogischen Hochschule (PH) Vorarlberg künftig an der Universität Innsbruck absolvieren müssen. Das sieht zumindest die neue Lehrerausbildung für die Sekundarstufe vor. Gependelt werden muss ab 2015/16 vor allem bei Lehrveranstaltungen mit fachwissenschaftlichen Themen, die habilitiertes Lehrpersonal voraussetzen, bestätigte Rektor Ivo Brunner.

Als Beispiel nannte er etwa Veranstaltungen, die Lehramtsanwärter in einem Labor absolvieren müssen. „Das können wir an der PH nicht bieten“, erklärt Brunner. Bei anderen Fächern werde man aber alle modernen Formen des Unterrichtens ausschöpfen. Konkret handle es sich dabei um Videoübertragungen von Lehrveranstaltungen aus Innsbruck in den Hörsaal der PH, aber auch um sogenannte Brückenprofessuren. Dabei teilen sich PH und Uni Innsbruck eine Professur, unterrichtet wird an beiden Orten.

Generell werden laut Brunner in Zukunft aber insgesamt mehr angehende Pädagogen in Vorarlberg studieren. Dies betreffe vor allem Lehramtsstudenten für AHS und berufsbildende mittlere und höhere Schulen (BMHS). „All jene, die bisher nach Wien, Graz oder Innsbruck an die Unis pendeln mussten, werden das Sekundarstudium in Zukunft zu erheblichen Teilen in Vorarlberg machen können“, betonte der Rektor. Auch das Masterstudium werde nach derzeitigem Planungsstand zu einem Großteil in Vorarlberg absolviert werden können.

Studenten-Hostel

Stellt sich noch die Frage der Unterbringung der „Pendlerstudenten“ in Innsbruck: „Ein Zimmer oder eine Wohnung, die für die komplette Studienzeit gemietet wird, wie ich das von meiner Ausbildung kenne, braucht es dann nicht mehr“, ist sich der PH-Leiter sicher. Er könne sich jedoch ein Modell „Studenten-Hostel“ vorstellen. Gespräche darüber mit dem Land Vorarlberg seien derzeit im Gange.

Die PH Vorarlberg ist derzeit mit rund 70 Personen an der Entwicklung der Curricula für die neue Lehrerausbildung an der Uni Innsbruck betei­ligt. Dieser Prozess ist Teil des Kooperationsabkommens „Entwicklungsverbund West“. In diesem erarbeiten die Lehrerausbildungseinrichtungen aus Westösterreich sowie das Schulamt Südtirol das vom Bund geforderte gemeinsame Studienangebot für die Lehrerausbildung.

Die neue Ausbildung dieser Art sieht unter anderem Aufnahmeverfahren für alle angehenden Lehramtsstudenten vor, wie es sie bisher nur an den PHs gab. Auch ein Mas­terabschluss ist künftig Pflicht. Dabei können nur noch Volksschullehrer ausschließlich an den PHs ausgebildet werden, bei allen anderen sind auf Masterniveau zumindest Kooperationen mit Unis Pflicht.

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