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Blütezeit ist bereits vorbei

Der milde Winter hat den Obstbauern in die Karten gespielt, doch die kühlen Temperaturen der vergangenen Woche dämpfen die Euphorie.

linda Carugati

Die Schneeräumdienste im Tal hatten in der vergangenen Saison etwas weniger zu tun als sonst. Doch für die Obstbauern bedeutet der milde Winter einen vorzeitigen Arbeitsbeginn. „Die Obstzeit hat heuer etwa 14 Tage früher gestartet als in einem normalen Jahr“, erklärt Ulrich Höfert von der Landwirtschaftskammer. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Blütezeit 2014 drei bis vier Wochen eher begonnen. „Das Kernobst hat bereits Anfang April Knospen getragen. Birne und Apfel sind sogar schon wieder verblüht.“

Auf das anfangs warme Wetter folgten in den vergangenen Tagen Temperaturen um den Gefrierpunkt. Ende April waren minus zwei Grad auf dem Thermometer zu sehen. Den Blüten ist aber nichts passiert. „Wir sind gerade an der Grenze gewesen, kälter hätte es nicht sein dürfen.“ In Süddeutschland ist der Temperaturabfall deutlich schwerwiegender ausgegangen. Bei etwa fünf Grad unter null sind zahlreiche Blüten zerstört worden. „Bei uns ist zwar bis jetzt nichts passiert, im weiteren Verlauf könnten aber trotzdem noch Kälteauswirkungen sichtbar werden.“ Im Moment ist nämlich die Fruchtbildung im Gange. Bei den kühlen Temperaturen werden allerdings nicht so viele Zellen gebildet, was zu kleineren Früchten führen könnte. Außerdem hat das derzeitige Wetter Auswirkungen auf die Schale des Obstes. „Ist es während der Fruchtbildung kalt, kann es sein, dass die Hülle rau wird“, erklärt Höfert.

Inkubationszeit läuft

Gerade im Bodenseeraum stellt auch der Feuerbrand ein großes Problem dar. Ulrich Höfert gibt aber Entwarnung: „Der Feuerbrand wird während der Blütezeit verbreitet, um aber auszubrechen, braucht es um die 24 Grad.“ Bis jetzt gab es weder Hochdruckphasen, noch längere Perioden mit mittleren Temperaturen. „Natürlich kann ich nicht mit Sicherheit sagen, dass uns der Feuerbrand erspart bleibt.“ Genaueres werde man in den nächsten Wochen erfahren, denn die Inkubationszeit für Feuerbrand bei Apfelbäumen laufe noch etwa zwei Wochen.

Die Obstbauern in Vorarl­berg sind hauptsächlich im Rheintal und im Walgau beheimatet. Der Großteil der Ernte sind Äpfel und Birnen. Auch Kirschen und Zwetschken werden offeriert, allerdings in einer weitaus geringeren Zahl. Im ganzen Land gibt es etwa zehn Betriebe, die Erdbeeren anbieten. Teilweise werden auch andere Beeren angebaut.

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