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Dorfläden als Beitrag zum Erhalt der Lebensqualität

Land gewährt Unterstützung bei Investitionen in die Infrastruktur und den Betriebskosten.

Etwa 1,4 Millionen Euro werden heuer seitens des Landes in die Förderung von Dorfläden in kleineren Gemeinden investiert. Das gaben Landeshauptmann Markus Wallner und Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser am Dienstag bekannt. Die beiden betonten die Bedeutung der Nahversorgung im ländlichen Raum. Deshalb werde auch der Verein „Dörfliche Lebensqualität und Nahversorgung“ mit 40.000 Euro unterstützt. In diesem haben sich etwa 40 Gemeinden aus ganz Vorarlberg zusammengeschlossen. Ziel ist es, Verantwortliche in kleineren Kommunen beim Erhalt der lokalen Nahversorgung zu unterstützen und zu beraten.

In neun von 96 Vorarlberger Gemeinden gibt es derzeit kein Lebensmittelgeschäft. Diese Zahl sei seit mehreren Jahren konstant, erklärte Rüdisser. Dies liege auch daran, dass seitens des Landes eine konsequente Förderpolitik betrieben werde. Diese bestehe aus drei Kernelementen. Zum einen würden Investitionen in die Qualität der Infrastruktur der Geschäfte – etwa neue Kühlschränke oder Regale – mit 30 Prozent gefördert. Weiters wird den Dorfläden ein Betriebskos­tenzuschuss von bis zu 25.000 Euro pro Jahr gewährt. Auch für besondere Serviceleistungen wie etwa Hauszustellung gibt es Unterstützung.

Ökologischer Faktor

Zudem gehe es um Bewusstseinsbildung bei der Bevölkerung, sagte der Landesstatthalter. Denn nur wenn die Kunden auch im „Lädele“ einkauften, könne dieses überleben. Ähnlich sieht dies Ludwig Mähr, Obmann des Vereins „Dörfliche Lebensqualität und Nahversorgung“ und Dünser Bürgermeis­ter. Für ihn sind die Dorfläden auch ein ökologischer Faktor. „Es ist ein Unterschied, ob vier Lkw Waren ins Walsertal bringen oder 100 Pkw zum Einkaufen aus dem Tal fahren“, meinte er. Zudem würden durch die Geschäfte auch Arbeitsplätze geschaffen. Gerade nach dem Verschwinden zahlreicher Dorfgasthäuser sowie Post- und Bankfilialen seien die Läden oft die einzigen Orte der Kommunikation in Kleingemeinden.

Es sei daher im Interesse der Vereinsverantwortlichen, noch intensiver mit den Entscheidungsträgern des Landes zusammenzuarbeiten. Und den Vertretern der Kommunen in schwierigen Situationen beizustehen. „Denn: Geht es dem Dorfladen gut, geht es auch der Gemeinde gut“, sagte der Bürgermeister. Siehe auch Seiten 28/29.

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