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Fest für neue Mitbewohner im Kinderdorf Kronhalde

Nach der Auflösung des SOS-Kinderdorfs finden die Dornbirner im Bregenzer Kinderdorf Kronhalde ein neues Zuhause.

Mit einem „Erweiterungsfest“ feierten die Bewohner des Kinderdorfs Kronhalde am Wochenende die neue Partnerschaft. „Diese Erweiterung bedeutet für das Kinderdorf Kronhalde einen Quantensprung. Gemeinsam schreiben wir eine neue Geschichte“, sagt Verena Dörler, Leiterin des Kinderdorfs Kronhalde. Die Visionen von Hermann Gmeiner, Gründer des SOS-Kinderdorfs, und Hugo Kleinbrod, der 1951 das Vorarl­berger Kinderdorf ins Leben gerufen hat, sollen nun miteinander verbunden werden.

„Als wir erfuhren, dass das SOS-Kinderdorf aufgelassen werden sollte, löste das zunächst viele Emotionen und Unsicherheiten aus“, sagte Heidi Bauer, Kinderdorfmutter in der neuen Außenfamilie Höchst. Im Kinderdorf Kronhalde habe sie sich aber von Anfang an willkommen gefühlt. Auch die Kinder hätten teilweise Bekannte oder Geschwister hier.

Hubert Egartner, der die Familiäre Wohngruppe Hörbranz führt, erlebt „die Toleranz in der Begegnung und der Bewältigung von Stolpersteinen“ als motivierend: Zwei über Jahrzehnte gut gewachsene Systeme würden nun zusammenfinden.

Eine Arbeitsgruppe, an der sich Mitarbeiter und Kinder beteiligen, begleitet den Prozess der Erweiterung, der auch eine Herausforderung darstellt.

„Kinder, Eltern, das Herkunftssystem und die Betreuungspersonen müssen sich in kürzester Zeit auf neue Menschen, Regeln und Vorgehensweisen einlassen“, erläutert Systembegleiter Stephan Watzenegger. „Weitgehend wird diese Umstellung jedoch als Weiterentwicklung und sehr positiv erlebt. Ich bin voller Zuversicht, dass dies auch künftig so sein wird.“

14 zusätzliche Plätze

Seit Anfang dieses Jahres stehen im Kinderdorf Kronhalde 72 Plätze und damit im Vergleich zum Vorjahr 14 Plätze mehr zur Verfügung: Sieben Kinderdorf- und drei Außenfamilien bieten jeweils fünf Kindern ein geborgenes Zuhause. In zwei Familiären Wohngruppen werden jeweils acht bis zehn Kinder und Jugendliche sowie in zwei individuellen Betreuungsformen insgesamt fünf Kinder bedürfnisgerecht begleitet. Der Aspekt der Rückführung in die Herkunftsfamilie steht bei den neuen Betreuungsangeboten im Vordergrund.

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