Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

Freispruch: Vater hat Sohn nicht verletzt

Gericht konnte nicht feststellen, dass er die Verletzungen beim Kind verursacht hat.

seff dünser

Der gewalttätige Vater hat nach Darstellung der Staatsanwaltschaft seinen unmündigen Sohn jahrelang auch mit einem Ledergürtel und einem Baseballschläger geschlagen und dabei mehrmals verletzt, mitunter sogar schwer. Außerdem soll er das damals acht und neun Jahre alte Kind gefährlich bedroht und genötigt haben. Davon ist das Landesgericht Feldkirch jedoch nicht überzeugt. Dort wurde der unbescholtene Angeklagte im Zweifel freigesprochen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Widersprüchlich

Für einen Schuldspruch waren dem Gericht die Angaben des mittlerweile 13-jährigen Buben zu widersprüchlich. Dass beim Kind Verletzungen durch Gewalttaten des Vaters verursacht worden sein sollen, konnte das Gericht nicht feststellen. Richter Norbert Melter verwies dazu auf den zuständigen Kinderarzt, der für die von ihm festgestellten Verletzungen keinen Hinweis auf Übergriffe fand.

Der unbescholtene Angeklagte sagte, er habe seinen Sohn manchmal geschlagen, ihn dabei aber nie verletzt. Er habe sein Kind nie bedroht. Bei den zugestandenen Schlägen habe es sich um Erziehungsmethoden gehandelt, sagte Verteidiger Martin Künz.

Aussagen relativiert

„Das Gericht geht davon aus, dass mehr war, als der Angeklagte zugibt“, sagte der Richter. Eindeutig zu widerlegen sei die Verantwortung des 43-jährigen Dornbirners aber nicht. Denn dessen Sohn habe belastende Angaben relativiert. Ursprünglich habe das Kind ausgesagt, sein Vater habe ihn mit einem Baseballschläger geschlagen. Dann habe der Bub gesagt, es habe sich nur um einen Schlagzeugstock gehandelt, der vom Boden abgeprallt sei und ihn getroffen habe.

Einmal soll sich das Kind beim Anprall gegen eine Türschnalle eine Gehirnerschütterung zugezogen haben. Das sei beim Spielen mit dem Vater passiert, habe der Minderjährige zuletzt angegeben, so der Richter. Für das Gericht sei „die Hürde“ für die dazu angeklagte vorsätzliche Misshandlung „zu hoch“.

Artikel 1 von 11
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.