Aus dem Gerichtssaal

OGH bestätigt Urteil gegen Volksbank Vorarlberg

Die Volksbank Vorarlberg hat einen Schadenersatzprozess auch in letzter Instanz verloren.

Im Zusammenhang mit dem Millionen-Konkurs der beiden Vorarlberger Tankstellenfirmen Scheier Biodiesel Produktions GmbH und Scheier Tankstellen GmbH im April 2010 hat die Volksbank Vorarlberg nun einen Schadenersatzprozess auch in letzter Instanz verloren. Die Bank muss einem Salzburger Treibstofflieferanten sämtliche Schäden ersetzen, berichtete der ORF. Das Urteil ist rechtskräftig.

Die in Schieflage geratene Biodiesel-Firma war bei Konkursantrag im April 2010 mit 17,2 Mio. Euro überschuldet, die Scheier Tankstellen GmbH stand mit 26,5 Mio. Euro in der Kreide. Einer der Hauptgeschädigten, ein Salzburger Mineralölhändler, hatte die Volksbank geklagt, weil sie den Konkurs mitinszeniert habe. Die Bank hätte von der bevorstehenden Insolvenz gewusst und dieses Wissen dazu genützt, um ihren eigenen Schaden zu minimieren.

Der OGH gab dem Kläger nun recht: Die Firma Scheier habe es unterlassen, rechtzeitig einen Konkursantrag zu stellen. Das habe die Volksbank Vorarlberg gebilligt und unterstützt. Diese muss nun für die Schäden des Treibstofflieferanten in voller Höhe haften. Das Ausmaß des Schadenersatzes muss nun ermittelt werden.

Gerhard Hamel, Vorstandsdirektor der Volksbank Vorarl­berg, erklärte, er werde das Urteil schlussendlich zur Kenntnis nehmen. Er sei sich nach wie vor sicher, nichts falsch gemacht zu haben.

Artikel 1 von 11
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.