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Vorarlberg Milch mit positiver Entwicklung

Bilanzgewinn wurde gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Preiserhöhungen und gesteigerter Absatz bei Käse als Grund für Umsatzplus.

Die Milchprodukte-Erzeugungsgenossenschaft Vorarlberg Milch hat im Geschäftsjahr 2013 ihren Umsatz um 7,5 Prozent auf 48 Millionen Euro gesteigert. Die angelieferte und verarbeitete Milchmenge reduzierte sich unterdessen um 1,9 Prozent auf nunmehr 59,6 Millionen Kilogramm. Das entspricht etwa 170.000 Liter Milch pro Tag. Diese Zahlen gaben Obmann Reinhard Summer, sein Stellvertreter Reinhard Hofer, der technische Leiter Johannes Wehinger sowie Geschäftsführer Raimund Wachter am Donnerstag bekannt.

Den Unterschied zwischen gestiegenem Umsatz auf der einen Seite und gesunkener verarbeiteter Milchmenge auf der anderen Seite erklärte Wachter damit, dass dieses Umsatzplus zur Hälfte aus Preiserhöhungen bei den Endprodukten stamme. Die andere Hälfte erkläre sich mit dem gesteigerten Absatz von höherwertigeren Produkten. „Dabei geht es vor allem um Käse, der eine höhere Wertschöpfung als andere Milchprodukte hat.“ Diese Entwicklung werde auch durch diverse Auszeichnungen für Käsesorten der Vorarlberg Milch unterstützt wie etwa den Käsekaiser 2014 und den World Cheese Award für den Ländle Klostertaler.

Bilanzgewinn verdoppelt

Die Genossenschaft erzielte 2013 einen Bilanzgewinn von 452.560 Euro. Das entspricht mehr als einer Verdoppelung dieser Ertragskennzahl gegenüber 2012, die von Genossenschaften ausgewiesen wird. Ein Blick in die vergangenen Jahresabschlüsse bis 2008 zeigt, dass die Vorarlberg Milch mit diesem Bilanzgewinn den mit deutlichem Abstand höchsten Gewinn der vergangenen fünf Jahre erzielte. Folglich zeigte sich die Geschäftsleitung mit der Entwicklung im Jahr 2013 sehr zufrieden. Diese sei auch Ausdruck des hohen Vertrauens, das die Vorarlberg Milch bei den Konsumenten genieße.

Auch Grund zur Freude gab es bei den Milchbauern, die an die Genossenschaft liefern. Denn der durchschnittlich ausbezahlte Milchpreis stieg im Vorjahr um 12,4 Prozent auf 40,8 Cent pro Kilogramm inklusive Umsatzsteuer. Und dieser Trend hält an: Denn derzeit bezahle die Vorarlberg Milch ihren Lieferanten 42,1 Cent pro Kilogramm, ein Plus von 3,2 Prozent gegenüber dem durchschnittlichen Vorjahrespreis.

Nach Angaben von Wachter sei dieser Milchpreis jedoch von Entwicklungen auf den Weltmärkten getrieben und keine regionale Erscheinung, die beliebig beeinflusst werden könne. „Die Nachfrage ist international gestiegen, gerade in Asien.“ Die milchverarbeitende Industrie würde dorthin allerdings weniger Fertigmilchprodukte liefern, sondern vielmehr Milchpulver. Und von dieser Preisentwicklung würden auch die Vorarlberger Milchbauern profitieren.

Für Obmann Reinhard Summer sind die nunmehr angezogenen Preise auch ein Ausgleich für mehrere Jahre mit relativ geringen Milchpreisen für die Bauern. Denn die Landwirte seien mit deutlichen Steigerungen bei den Betriebsmittelkosten konfrontiert. Die Preise würden an vielen Fronten anziehen, etwa auch beim Futter oder bei der Energie. Der durchschnittliche Zulieferer besitze etwa 15 Milchkühe.

Weniger Lieferanten

Der Vergleich der Kennzahlen für 2013 zeigt allerdings auch, dass der Rückgang bei den Genossenschaftsmitgliedern der Vorarlberg Milch und damit der Milchlieferanten ohne Unterbrechung weitergeht. Waren es 2008 zum Beispiel noch 674 Mitglieder, so waren es im Vorjahr noch 566, ein Minus von 16 Prozent. Und auch gegenüber 2012 ging die Zahl der Lieferanten erneut um 20 zurück.

Doch obwohl die Zahl der Milchbauern sinkt, steigt unterdessen die Menge an angelieferter Milch, so zum Beispiel von 56,7 Millionen Kilogramm im Jahr 2008 auf zuletzt 59,6 Millionen Kilogramm. Wachter begründet dies damit, dass die bestehenden Mitglieder ihre Leistung langsam, aber stetig ausbauen würden, etwa mit einer Vergrößerung ihres Viehbestandes.

investitionen

Im Geschäftsjahr 2013 inves­tierte Vorarlberg Milch rund 790.000 Euro vor allem in den Umbau der Topferei, die mit drei Schulen­burgwannen – so nennt sich ein Herstellungsverfahren – ausgerüstet wurde. Dieses Verfahren garantiere weiterhin höchste Produktqualität, heißt es.

Heuer investiere der Milchverarbeiter etwa 1,5 Millionen Euro unter anderem für die Erweiterung des Außentanklagers um einen Tank mit dreimal 35.000 Liter Fassungsvermögen sowie in den Umbau und die Vergrößerung des Lagerleitstandes und des Verkaufsladens in Feldkirch.

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