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Unermüdlich auf den Beinen

Von Klagenfurt bis nach Lustenau. Diese Strecke sind neun Hobby-Sportler im Dienst der guten Sache gelaufen. Tag und Nacht. Insgesamt 1200 Kilometer.

Rubina Bergauer

Lautstarker Jubel bricht aus, als die Läufer in den grünen Trikots in einiger Entfernung sichtbar werden. Die Musik wird übertönt vom Applaus der Wartenden, als die Sportler des „running teams“ der Firma Bösch (Heizung, Klima, Lüftung) schließlich unter dem Zielbogen durchlaufen. Familie und Arbeitskollegen empfangen sie herzlich. Es gibt Umarmungen und kollegiales Schulterklopfen. Einen Kuss für den erschöpften Vater von der kleinen Tochter und hier und da werden auch einige Freudentränen vergossen.

Die Läufer sind sichtbar abgekämpft, aber glücklich. Und zu Recht stolz auf ihre Leistung. Haben sie doch gerade einen 1200 Kilometer langen Lauf durch alle neun Bundesländer erfolgreich beendet. Gestartet waren die Hobby-Läufer vergangenen Sonntag in Klagenfurt. Diesen Freitag durchquerten sie zur Mittagszeit die Ziellinie auf dem Gelände der Firma Bösch in Lustenau.

Anlass des Mammut-Laufs war jedoch nicht die sportliche Höchstleistung, wie Mitorganisatorin Birgit Weiß erklärt: „Unsere Firmenlaufgruppe hat nach einer sportlichen Herausforderung gesucht, wollte das Ganze aber auch mit einer guten Tat verbinden. So entwickelte sich die Idee für eine besondere Spendenaktion.“ Daraus wurde schließlich ein Non-Stop Lauf durch Öster­reich im Zeichen des karitativen Gedankens. Die durch Sponsoren gewonnenen finanziellen Mittel gehen an die Kinderhilfsorganisation „Stunde des Herzens“.

Therapien für kranke Kinder, dringend benötigte neue Rollstühle und vieles mehr wird dadurch von Obmann Joe Fritsche und seinem Team ermöglicht. „Die engagierten Sportler sind bei der Übergabe der Spenden dabei und können die Mädchen und Buben, denen sie geholfen haben, somit persönlich kennenlernen“, betont Fritsche. Er ist die letzte Etappe vom Bregenzer Kornmarktplatz bis nach Lustenau aus Solidarität mitgelaufen. Im Ziel erwartete ihn bereits Pia. Das Mädchen ist eines jener Kinder, denen nun geholfen werden kann. Als Joe Fritsche Pia sieht, ruft er ihr zu: „Das Geld reicht. Du bekommst einen neuen Rollstuhl.“ Das Mädchen lächelt.

Den Rhythmus finden

Auch Uwe Albert ist im Ziel angekommen. Der 42-Jährige ist ansonsten für die technische Auftragsbearbeitung bei Bösch zuständig. Für den Charity Lauf hat er gemeinsam mit seinen Kollegen vom running team ein halbes Jahr lang hin trainiert. Am schwierigsten empfand er es, den eigenen Rhythmus zu finden: „Wir sind sowohl tagsüber als auch nachts gelaufen, hatten daher auch wenig Schlaf. Das zehrt an den Kräften. Zudem war die erste Etappe von Kärnten über die Soboth-Passstraße gleich extrem anstrengend.“ Doch der unglaubliche Teamgeist und das Wissen, dies alles im Dienste der guten Sache zu tun, seien alle Strapazen wert gewesen. Insgesamt konnten 25.000 Euro Spendengelder gesammelt werden.

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