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Umfrage: Vorarlberger Maturanten zufrieden

1663 Maturanten und Maturantinnen wurden zu Bildungs- und Wirtschaftsangelegenheiten wie Lehrpersonal und Arbeitsmarkt befragt.

linda carugati

Sehr zufrieden beziehungsweise zufrieden sind die Vorarlberger Maturanten. Das ergab eine aktuelle Umfrage der Industriellenvereinigung Vorarlberg (IV) und des Landesschulrats für Vorarlberg unter 1663 Mädchen und Burschen. Die erste Befragung wurde vor 17 Jahren durchgeführt. Seit damals ist die Zufriedenheit unter den Schulabsolventen mit der von ihnen gewählten Schule kontinuierlich gestiegen, heißt es in der Studie. „Für uns ist das ein sehr erfreuliches Ergebnis“, betont Landesrätin Bernadette Mennel. Die Befragung ergab außerdem, dass ein angenehmes Schulklima für die Jugendlichen immer wichtiger wird. Bei der Wahl der Bildungseinrichtung nimmt dieser Aspekt mittlerweile den zweiten Platz hinter einem interessanten Unterricht ein. „Die Maturanten sind auch mit der Vermittlung von Allgemeinbildung und fachspezifischem Wissen zufrieden, jedoch wünschen sich viele eine Erhöhung des Praxisbezugs“, sagt Mennel. Die Mädchen und Burschen wurden bei der Befragung außerdem nach ihrer Einschätzung der momentanen Arbeitslage in Vorarlberg gefragt. „73 Prozent der männlichen Maturanten gaben ‚sehr gut‘ oder ‚eher gut‘ an. Bei den Mädchen sind es lediglich 55 Prozent“, sagt Mathias Burtscher, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Vorarl­berg. Trotzdem glauben mehr als drei Viertel der Befragten, dass Vorarlberg ein guter Wirtschaftsstandort sei.

Die Schüler der Bakip und der HTL sehen ihre Chancen am Arbeitsmarkt als vielversprechend an. HAK-Maturanten sind allerdings weniger optimis-tisch: Lediglich 13 Prozent glauben, dass sie sehr gute Chancen haben.

Industrie unterschätzt

Für Burtscher ist auch die Einschätzung der Vorarlberger Wirtschaftszweige interessant. „Wir haben die Maturanten gefragt, welche Sparten dem Land am meisten Geld (Bruttowertschöpfung, Anm.) bringen. Der Großteil glaubt, es wäre der Tourismus, gefolgt von der Industrie.“ Tatsächlich würden Gastronomie und Beherbergung lediglich knapp sieben Prozent der Bruttowertschöpfung bringen. Bei der Industrie seien es hingegen fast 40 Prozent. Für die IV ist dieses Ergebnis ein Auftrag, die Öffentlichkeit deutlich mehr über die Bedeutung der Industrie für Vorarlberg zu informieren. Die Befragten würden sich wünschen, zukünftig im Unterricht mehr über die Wirtschaft Vorarlbergs zu lernen. Denn ein Viertel der Schülerinnen und Schüler gab an, dass es bisher deutlich zu wenig Informationen gab.

Positiv bewerten die IV-Verantwortlichen das zunehmende Interesse der Schulabsolventen für Naturwissenschaften und Technik. Dies sei angesichts des Fachkräftemangels im Land besonders erfreulich.

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