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Feldkirch: Großinvestitionen und Einsparungen

Als „erfreulich“ bezeichnete Feldkirchs Bürgermeister Wilfried Berchtold gestern den Rechnungsabschluss 2013 der Montfortstadt.

Die Gesamteinnahmen und -ausgaben betrugen im vergangenen Jahr 92,5 Millionen Euro – ein Haushaltsvolumen, das um 6,23 Millionen beziehungsweise 7,2 Prozent höher war als im Jahr davor. Im Vergleich zum Voranschlag 2013, der eine prognostizierte Unterdeckung von gut 4 Millionen vorsah, konnte beim Rechnungsabschluss 2013 der Stadt Feldkirch eine Überdeckung von 1,25 Millionen erzielt werden, wie Bürgermeis­ter Wilfried Berchtold gestern vermeldete. „Wir haben uns in den vergangenen Jahren intensiv damit beschäftigt, jedes Budgetdetail genau unter die Lupe zu nehmen. So konnten in vielen Bereichen wie beispielsweise durch die Überarbeitung der Verträge für Kopierer, die Optimierung der Postdienste oder die Anpassung der Pflege­intervalle bei Grünanlagen in Summe beträchtliche Beiträge eingespart werden“, sagte dazu Finanzstadtrat Wolfgang Matt.

Trotz der steigenden finanziellen Belastungen der Gemeinden seien 2013 auch zukunftsweisende Investitionen getätigt worden: mit dem Altstoffsammelzentrum (1,81 Millionen Euro), dem Kraftwerk Illspitz (13,96 Millionen), das ab Herbst mehr als 7000 Haushalte mit Strom versorgen wird, und natürlich auch mit dem Montforthaus (11,27 Millionen), dessen Fertigstellung für Ende des Jahres geplant ist. Insgesamt machten die Investitionen im vergangenen Jahr 17 Prozent der Gesamtausgaben aus.

„Schlanke Verwaltung“

Ein wichtiger Faktor für das gute Ergebnis stelle der schlanke Verwaltungsapparat dar, hieß es weiter von Seiten der Verantwortlichen. Mit Ende des Jahres 2013 beschäftigte die Stadt Feldkirch 484 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem Beschäftigungsausmaß von 360,8 Vollzeitäquivalenten. Das seien um 25 Planstellen beziehungsweise 7,85 Vollbeschäftigungsäquivalente mehr als im Jahr 2012 – städtische Bedienstete der Seniorenbetreuung GmbH nicht inkludiert.

Für den laufenden Betrieb wurden rund 61 Millionen Euro aufgewendet, hieß es. Darin eingerechnet seien die gesamten Personalkosten, der Verwaltungs- und Betriebsaufwand sowie die Transferzahlungen an das Land Vorarlberg. „Mittlerweile machen die Zahlungen in den Sozialfonds, die Abgangsdeckung für die Krankenanstalten sowie sonstige Transferzahlungen ein Viertel der laufenden Gebarung aus. Im Jahr 2013 wurden 13,71 Millionen Euro an Transferzahlungen geleistet, das entspricht im Vergleich zum Jahr 2012 einer Steigerung von 3,5 Prozent“, rechnete Berchtold vor.

In Kindergärten, Volksschulen, Mittelschulen und weitere Schulen, außerschulische Bildungsmaßnahmen sowie Jugend und Sport wurden 2013 13,19 Millionen Euro investiert. „Anders ausgedrückt betragen die durchschnittlichen Ausgaben für jede Bürgerin und jeden Bürger 376 Euro pro Jahr beziehungsweise pro Tag einen Euro, der in die Bereiche Bildung, Jugend und Sport fließt“, hielt der Bürgermeister fest.

Der Gesamtschuldenstand der Stadt ist allerdings gestiegen: von 55,71 Millionen Euro im Jahr 2012 auf 56,75 Millionen im Vorjahr. Wodurch sich eine Pro-Kopf-Verschuldung von 1786 Euro auf 1798 Euro ergibt.

Zusammenfassend sei noch festzuhalten, dass neben gro­ßen Investitionen 2013 auch intensiv Geld für Infrastruktur aufgewendet worden sei, sagt der Bürgermeister und meint abschließend: „Wir werden auch in den nächsten Jahren kontinuierlich an einer positiven Entwicklung des Haushalts arbeiten und den eingeschlagenen Weg fortsetzen.“

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