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Café-Konditorei Schallert GmbH

Kaffeehaus-Tradition hochhalten

Vor seinem 30. Geburtstag wollte Armin Schallert den Schritt in die Selbstständigkeit geschafft haben. Heute steht seine Tochter Nicole der Café- Konditorei Schallert in Höchst vor.

Isabel Seidel

Eigentlich ist es Gerhard Brunner zu verdanken, dass sich das Café Schallert heute in Höchst befindet. Vor beinahe 40 Jahren hat er den Bau eines Hauses neben der Schweizer Grenze, dessen Erdgeschoss für ein Gastgewerbe vorgesehen war, betreut. Dabei kam ihm sein Freund, der Konditormeis­ter Armin Schallert in den Sinn. Dieser hatte doch schon immer davon geträumt, ein eigenes Lokal zu eröffnen. Tatsächlich war aus dem Traum zu dieser Zeit bereits ein konkreter Plan geworden, es fehlten lediglich noch die passenden Räumlichkeiten. Diese waren jedoch gar nicht so leicht zu finden. Nach erfolgloser Suche in Salzburg, Tirol und Oberösterreich bekam Armin Schallert einen Anruf von Gerhard Brunner. Und im September 1976 konnte er schließlich, gemeinsam mit Ehefrau Erna, seine Café-Konditorei Schallert eröffnen. Seinen Vorsatz, noch vor dem 30. Geburtstag selbstständig zu sein, hatte er somit erfüllt.

Klassischer Kaffeehausstil

Mittlerweile hat Tochter Nicole, ebenfalls Konditormeis­terin, die Leitung des Betriebs übernommen. 2008 ließ sie diesen komplett renovieren. „Ich wollte kein modernes Café, sondern ein Lokal in klassischem Kaffeehausstil“, erklärt die 38-Jährige. Runde Tischchen aus dunklem, auf Hochglanz poliertem Holz, gemütliche Pols­tersessel und nicht zuletzt der verführerische Duft nach Kaffee und frischem Gebäck bringen nun traditionellen Wiener Flair in die Vorarlberger Gemeinde. Den Gästen steht außerdem eine große Auswahl an verschiedenen Zeitungen zur Verfügung. Eine Tasse Kaffee, eine spannende Lektüre und sich einfach mal Zeit lassen können – ebenfalls typische Elemente der Wiener Kaffeehauskultur.

Traditionell geht es auch in der Backstube zu, in der Armin Schallert und sein Team laufend süßen Nachschub für die Kuchentheke produzieren. „Wir sind noch ein richtiger Handwerksbetrieb. Alle Teige, Massen und Crèmes stellen wir selbst her und zwar auf althergebrachte Weise“, erzählt Nicole Schallert. Neben Kuchen, Torten, Schnitten, Strudel und verschiedenem Gebäck gibt es im Schallert auch Pralinen und unzählige Sorten Eis. Außerdem erfüllt das Team so gut wie jeden Sonderwunsch – egal ob wunderschöne Hochzeitstorten, ausgefallene Geburtstagstorten oder handgemachte Schoko-Osterhasen – Armin Schallert liebt es, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen.

Bei all ihren Produkten legt die Familie Schallert Wert auf allerhöchste Qualität. Und diese fängt schon bei den Zutaten an. „Wir verarbeiten nur ausgesuchte, regionale Rohstoffe. Das ist uns sehr wichtig. Denn nur die Kombination aus hochwertigen Zutaten und fachlichem Können ergibt am Ende etwas Gutes“, erklärt die Geschäftsführerin.

Mix ist Erfolgsrezept

Ein ausgeglichenes Verhältnis von Neuem und Altbewährtem. Dies ist die wohl wichtigste Zutat im Erfolgsrezept des Café Schallert. „In dieser Branche muss man flexibel sein. Viele Café-Konditoreien haben verpasst, Süßes und Deftiges miteinander zu verbinden. Vernünftige Umsätze lassen sich aber eben nur über eine zusätzliche Küche erzielen“, weiß Armin Schallert. Ein Koch und eine Köchin bereiten daher neben kleineren Gerichten wie Salaten und Toasts, dreimal wöchentlich ein Mittagsmenü zu, das bei den Gästen sehr gut ankommt. Das Frühstück ist ebenfalls äußerst beliebt. Trotzdem ist und bleibt das Herzstück des „Schallert“ die Konditorei.

Die traditionellen Kaffeehaus-Spezialitäten liegen Armin Schallert dabei besonders am Herzen. Aufgrund ihrer aufwändigen Herstellung haben einige andere Konditoreien diese bereits aus dem Sortiment genommen. „Natürlich wäre es einfacher, nur Torten und Schnitten zu produzieren, aber uns ist es eben wichtig, auch traditionelle Produkte wie Schaumrollen, Mohrenköpfe oder Crème-Schnitten anbieten zu können“, erklärt Armin Schallert. Die Rezepte stammen von Erna Schallerts Onkel, der seinerzeit eine Ausbildung in einer k.u.k-Hofzuckerbäckerei absolviert hatte und im Anschluss in Baden bei Wien eine Konditorei führte. In dieser legte Armin Schallert nicht nur seine Meisterprüfung ab, sondern eroberte gleich noch das Herz seiner jetzigen Ehefrau, die damals im Parkhotel arbeitete. Heute unterstützt sie als „gute Seele des Hauses“ ihre Tochter bei der Geschäftsführung und kümmert sich um die 20 Mitarbeiter.

Armin Schallert bedauert sehr, dass traditionelle Konditorei-Betriebe mehr und mehr vom Aussterben bedroht sind. Dass sein Café dieser Entwicklung trotzdem standhält, liegt sicherlich zu einem Großteil an dem gut durchdachten Konzept. Doch dies ist nur die halbe Wahrheit. „Es ist eine sehr arbeitsintensive Branche, vor allem, wenn man sie so betreibt, wie wir es tun“, berichtet der Konditor. Er weiß auch, dass solch ein Betrieb nur Erfolg hat, wenn die ganz Familie zusammenhält. Er lächelt verschmitzt und fügt hinzu: „Und, wenn man eine tüchtige Frau hat – ich habe sogar das Glück, zwei davon zu haben.“

Auch die kleinsten Familienmitglieder bringen sich bereits ein. Nicoles Kinder Jannick (8) und Madeleine (10) packen nach der Schule ebenfalls gerne mit an. Ihr Café ist für die Schallerts weit mehr als eine Verdienstquelle. „Hier spielt sich im Grunde alles ab. Das Café ist wie unser Zuhause und die Kunden sind unsere Gäs­te. Jeder ist herzlich willkommen“, erklärt Nicole Schallert.

Information

Café-Konditorei Schallert GmbH

Hauptstraße 1

A-6973 Höchst

Tel: 05578/75752

Fax: 05578/75752-4

E-Mail:
hallo@cafeschallert.at

Öffnungszeiten:
Mittwoch Ruhetag,

Montag bis Sonntag

9 bis 22 Uhr

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