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Wolford verkauft ­Liegenschaft in Bregenz

Käufer Blum sieht darin eine „strategische Grundstücksreserve“.

Der börsennotierte Wäschehersteller Wolford AG hat per 26. Mai ein nicht betriebsnotwendiges Grundstück in Bregenz an ein international tätiges Vorarl­berger Unternehmen verkauft. Das wurde am Dienstag durch einen Wolford-Sprecher ad hoc mitgeteilt. Mit diesem Verkauf seien die seit einigen Wochen laufenden Verkaufsgespräche erfolgreich beendet worden. Der Netto-Verkaufserlös belaufe sich auf 6,7 Millionen Euro.

Durch den Grundstücksverkauf entstehe im ersten Quartal 2014/15 für Wolford ein Buchgewinn von rund 3,4 Millionen Euro.

Refokussierung

„Der Verkauf nicht-betriebsnotwendiger Vermögenswerte ist ein wesentlicher Teil unserer strategischen Refokussierung, die wir unter anderem durch diesen Grundstücksverkauf aus eigenen Mitteln finanzieren können“, sagte Wolford-Finanzvorstand Thomas Melzer zu dem Verkauf. Über die Größe der verkauften Liegenschaft und den Käufer wolle er vereinbarungsgemäß keine Angaben machen, sagte Melzer auf Nachfrage. Nur so viel: Die betroffene Liegenschaft liege unmittelbar hinter dem bestehenden Firmenstammsitz des Wäscheproduzenten in Bregenz.

Recherchen haben unterdessen ergeben, dass diesbezüglich nur ein 20.436 Quadratmeter großes Grundstück in Frage kommt. Dieses befand sich gemäß Grundbuchauszug bis zuletzt im alleinigen Besitz der Wolford AG.

Der unmittelbar daran anschließende Grundstücksstreifen mit der Nummer 466/3 gehört dem Bregenzer Unternehmen Glas Marte, das dort einen Mitarbeiter-Parkplatz hat. Das Unternehmen habe das benachbarte Grundstück nicht gekauft, hieß es.

Keine konkreten Pläne

Weitergehende Recherchen haben schlussendlich hervorgebracht, dass der Höchster Beschlägehersteller Blum die Liegenschaft von Wolford erstanden hat. Blum betreibt unmittelbar neben dem gekauften Grundstück sein Werk 4. Die beiden Grundstücke sind allerdings durch die Trüschenstraße getrennt. Ein Sprecher des Höchster Unternehmens bestätigte auf Anfrage dann auch, dass Blum jenes Areal gekauft hat. Betont wurde allerdings, dass es sich dabei um eine strategische Grundstücksreserve für die Zukunft handle und es derzeit keine konkreten Baupläne des Unternehmens gebe. Bei einem Kaufpreis von 6,7 Millionen Euro beläuft sich der Quadratmeterpreis auf etwa 328 Euro.

Der Höchster Beschlägehersteller hat – wie berichtet – kürzlich bereits eine 40.000 Quadratmeter große Liegenschaft in Dornbirn zur Errichtung des Werkes 8 gekauft. Der jetzige Kauf in Bregenz zeigt, dass das Unternehmen von weiterem Wachstum und dem Ausbau der Produktionskapazitäten in Vorarlberg ausgeht.

Bei Wolford hingegen sieht das offenbar anders aus. Durch den Verkauf dieser unbebauten Betriebsliegenschaft direkt neben dem Firmenstammsitz in Bregenz signalisiert das Unternehmen, dass es langfristig in Vorarl­berg keinerlei Ausbaupläne mehr gibt.

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