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Bewegung kommt da nicht zu kurz

Vorarlbergs erster Indoorspielplatz hat Ende März in Dornbirn seine Pforten geöffnet: Die Spielfabrik lässt Kinderherzen höher schlagen.

Elisabeth Maier

Auf die Geräte, fertig, los! Betreten die Kleinen erst einmal die große Halle der Spielfabrik, gibt es kein Halten mehr. Denn die Welt, die sich hinter den Mauern dieser ehemaligen Textilfabrik verbirgt, ist ein Paradies für Kinder: Trampoline, Türme, Rutschen und Labyrinthe verlocken zum Klettern, Hüpfen und Toben. Auf mehreren Etagen geht es auf und ab, auf allen Vieren, balancierend, schaukelnd und wackelnd. Auf der Gokart-Bahn, mit Bobbycars und Tandemdreirädern wird um die Wette gefahren. Und wer es gerne etwas wilder mag, kann sich im Fun-Shooter eine Softballschlacht liefern.

Eines ist sicher, die Bewegung kommt hier nicht zu kurz. Auch bei vielen der erwachsenen Begleiter nicht. „Schließlich muss man doch selbst testen, womit die Kleinen da spielen“, sagt ein Vater, bevor er sich mit seiner Tochter die Rutsche hinunterstürzt, um gleich darauf das Kletterlabyrinth in Angriff zu nehmen.

Bei vielen Eltern blitzt hier das Kind hervor, das sie einmal gewesen sind. So ging es auch Natty und Johannes Handle, als sie mit ihren beiden Kindern zum ersten Mal einen Indoorspielplatz besuchten. Das war an einem düsteren, verregneten Sonntag, an dem sie eine Alternative zu Hallenbad, Waldspaziergang und einfach zu Hause bleiben suchten. Also begaben sie sich zu einem Indoorspielplatz in der Schweiz. Vier Stunden und etliche Kletter- und Rutschpartien später saßen Eltern wie Kinder glücklich und erschöpft im angrenzenden Restaurant und dachten: „So was fehlt uns im Ländle noch.“ Man könnte doch, das wäre doch was… Und da die beiden als Gastronomen bereits mit Unternehmensgründungen Erfahrungen haben, ging es nicht lange, bis sie eine konkrete Geschäftsidee entwickelt hatten.

Gut strukturiert

Es folgte ein arbeitsintensives Jahr, in dem nach einer passenden Räumlichkeit gesucht, verhandelt, geplant und Vorstellungen verwirklicht wurden. Wobei ihnen wichtig war, dass sich nicht nur die Kinder wohlfühlen sollten, sondern auch die Erwachsenen. Die können sich nun im Res­taurant- oder Loungebereich niederlassen, sofern sie nicht selbst mittoben wollen. Die gemütlichen Loungesessel sind in unmittelbarer Nähe zum Kleinkindbereich. „Wir haben den Bereich für die Allerkleinsten extra abgetrennt, damit die Krabbelkinder in aller Ruhe spielen können. Denn auf dem Kletterlabyrinth und den Rutschen kann es mitunter ganz schön zugehen“, erklärt Natty Handle.

Natürlich liege wie auf jedem Spielplatz die Aufsichtspflicht bei den Eltern. Aber an besucherreichen Wochenenden würden die Eltern von einem der Mitarbeiter unterstützt. „Wenn sich jeder an die Regeln hält, kann gar nichts passieren. Doch man muss natürlich ein Auge darauf haben, dass nicht zu viele Kinder auf einmal auf den Trampolinen sind oder keine Gegenstände die Rutschen hinuntergeschickt werden.“

Vom Gastronomiebereich kann die ganze Anlage überblickt werden – und umgekehrt. So trauen sich mitunter auch schüchterne Kinder alleine loszuziehen, wenn sie sehen können, wo ihre Eltern sitzen. Zwischendurch sausen die Kleinen immer wieder zu den Tischen, um einen Schluck zu trinken. Das wilde Herumtollen macht schließlich ganz schön durstig. Und spätestens wenn sie sich ausgetobt haben, meldet sich der Hunger. Viele Familien runden den Besuch der Spielfabrik mit einem kleinen Imbiss ab. Natürlich stehen auf der Speisekarte auch die üblichen Favoriten der Kinder: Pommes, Pizza und Spaghetti. Doch Natty und Johannes, die selbst Eltern sind, war es wichtig, auch gesunde Alternativen anzubieten. Deshalb gibt es auch frisch zubereitete Smoothies, Milchshakes und Obst.

Geburtstagsfeier

Mitarbeiterin Christiane bringt gerade einen Obstteller zu einer „Geburtstagskoje“, wo ein Geburtstagskind gerade die Kerzen auf der Torte ausbläst. „Wenn das Obst schön gerichtet ist, dann greifen die Kinder fleißig zu. Deshalb gehört das zu unserem Geburtstagsangebot, damit am Ende des Tages nicht nur Süßes in den Mägen ist“, weiß sie zu berichten. Christiane hat – wie die meisten der 15 Mitarbeiter – selbst Kinder und kennt deren Bedürfnisse und Wünsche. Es war Natty Handle bei der Wahl ihrer Belegschaft wichtig, dass die Mitarbeiter Kinder gerne haben und wissen, mit ihnen umzugehen. Deshalb stellte sie vor allem Mütter ein, denen sie durch Teilzeitanstellungen familienfreundliche Arbeitsbedingungen geschaffen hat. Die danken es ihr, indem sie sich ins Zeug legen. Denn die Arbeit in der Spielfabrik kann manchmal schon sehr anstrengend sein. Schließlich geht es oft ziemlich laut und turbulent zu. Doch das ist ja die Idee hinter einem Indoorspielplatz: ein Ort für Kinder, an dem Wildsein und Toben erlaubt ist.

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