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ÖBB investieren 340 Millionen Euro im Ländle

Ausbau der Güterbahnhöfe Wolfurt und Ludesch wichtig für Standort, meint Landesstatthalter.

Ein mehr als 340 Millionen Euro umfassendes Inves­titionspaket haben die Verantwortlichen der ÖBB für Vorarl­berg geschnürt. Bis zum Jahr 2019 soll das Geld für den Ausbau der Schieneninfrastruktur sowie die Erhöhung der Kapazität und Qualität des Personennahverkehrs verwendet werden. Am Donnerstag war ÖBB-Vorstandsvorsitzender Christian Kern bei Landeshauptmann Markus Wallner und Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser zu Gast. Gemeinsam wurden die Pläne diskutiert. Im anschließenden Pressegespräch betonten alle Beteiligten die erfreuliche Entwicklung im Vorarl­berger Schienenverkehr.

Für zwei wichtige Infrastrukturprojekte soll noch im heurigen Jahr der Startschuss fallen. Zentrale Bedeutung habe dabei der Ausbau des Güterbahnhofes Wolfurt. Um rund 66 Millionen Euro soll dessen Kapazität bis Mitte 2018 mehr als verdoppelt werden. Die Unterlagen für die notwendigen Behördenverfahren seien bereits eingereicht worden, berichtete Wallner. Mit einer Entscheidung rechnen die Verantwortlichen bis Herbst. Nun müssten noch die Verhandlungen mit einem Grundeigentümer zu einem positiven Abschluss gebracht werden. „Ich würde sagen, wir befinden uns dabei auf der Zielgeraden“, gab sich der Landeshauptmann optimistisch.

Zusätzliche Gleise

Etwa 15 Millionen Euro sollen Baumaßnahmen beim Güterbahnhof in Ludesch kosten. Vor allem das Frachtaufkommen der Firma Rauch sei dort der Grund für Kapazitätsengpässe. Durch zusätzliche Gleise soll nun mehr Platz zum Zusammenstellen von Zügen beziehungsweise zum Abstellen von Güterwagen geschaffen werden. Dadurch werde auch der Bahnhof Bludenz entlastet. Die Wirtschaft habe sich seit dem EU-Beitritt hervorragend entwickelt, erklärte Landesstatthalter Rüdisser. ­Dies zeige sich unter anderem im höheren Aufkommen beim Güterverkehr auf der Schiene. Der Ausbau der beiden Terminals sei daher für den Wirtschaftsstandort Vorarlberg wichtig.

Doch nicht nur diese Projekte sollen bis spätestens 2019 fertiggestellt werden. Auch drei Bahnhöfe (Hohenems, Götzis, Rankweil) sollen bis dahin umgebaut sein. Außerdem werden die Streckenabschnitte von Lauterach nach St. Margrethen sowie von Feldkirch nach Liechtenstein modernisiert. ÖBB-Chef Kern bezeichnete Vorarlberg bei seinem Besuch als „Bahn-Musterland in Österreich“. Seien im Jahr 2007 noch 23.000 Menschen täglich mit der S-Bahn befördert worden, habe sich diese Zahl mittlerweile verdoppelt. „Bahnfahren ist in Vorarlberg mittlerweile Teil des Lifestyles geworden“, sagte Kern.

18.132 Jahreskarten

Damit dies auch so bleibt, investiert das Land heuer 30,7 Millionen in den öffentlichen Personennahverkehr. Gut angenommen wird laut dem Landesstatthalter die 365-Euro-Jahreskarte für den Verkehrsverbund. 18.132 derartige Tickets seien von Jänner bis Mai verkauft worden.

Projektkosten

Güterbahnhof Wolfurt: 66 Millionen Euro

Güterbahnhof Ludesch: 15 Millionen Euro

Strecke Lauterach-St.Margrethen: 170 Millionen Euro

Strecke Feldkirch-Liechtenstein: 5 Millionen Euro

Bahnhof Hohenems: 34 Millionen Euro

Bahnhof Rankweil: 32 Millionen Euro

Bahnhof Götzis: 14 Millionen Euro

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