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Erfolgreiche Sanierung nach der Fast-Pleite

Bregenzer Stadtmarketing mit guter Entwicklung nach finanzieller Krise im Jahr 2008. Diese hatte fast nur positive Folgen.

Wieder auf gesunden Beinen steht die Bregenzer Tourismus und Stadtmarketing GmbH. Das haben Geschäftsführer Christoph Thoma und der Bregenzer Bürgermeister Markus Linhart als Aufsichtsratsvorsitzender des Stadtmarketings am Mittwoch bekannt gegeben. 2008 war die Gesellschaft noch knapp an einer Insolvenz vorbeige­schrammt. Lediglich ein Zuschuss von 450.000 Euro seitens der Stadt verhinderte damals die Pleite. Mittlerweile verfüge das Stadtmarketing wieder über Eigenkapital in Höhe von 300.000 Euro. Die Eigenkapitalquote belaufe sich auf etwa 30 Prozent. Zusätzlich stünden rund 50.000 Euro an „Projektrücklage“ zur Verfügung. Diese könne etwa zur Abdeckung von nicht erwarteten höheren Abgängen bei diversen Veranstaltungen verwendet werden.

Ein Grund für die positive Entwicklung ist nach Angaben der Verantwortlichen auch das „Krisenjahr 2008“. Damals war das Stadtmarketing in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Nach Ende des Geschäftsjahres stand ein Minus von 775.000 Euro zu Buche. Schuld daran seien „Fehleinschätzungen des Geschäftsführers“ in Zusammenhang mit den Dreharbeiten zum James-Bond-Film „Ein Quantum Trost“ und der ZDF-Arena auf der Seebühne anlässlich der Fußballeuropameisterschaft 2008 gewesen.

Nächtigungszahlen

Aus heutiger Sicht zeige sich jedoch, dass diese beiden Großprojekte sich positiv auf die Bekanntheit von Bregenz ausgewirkt hätten. Auch wenn das Handeln des früheren Geschäftsführers nicht zu rechtfertigen sei, hätten sich dadurch „paradoxerweise fast nur positive Folgen ergeben“, erklärte Linhart. Denn die Nächtigungszahlen hätten sich seither sehr gut entwickelt. Trotz rückläufiger Bettenzahlen seien diese kontinuierlich von knapp 240.000 im Jahr 2000 bis auf rund 331.000 im Jahr 2014 gestiegen. Auf diese Weise sei auf Umwegen das Geld, das zur Rettung des von der Insolvenz bedrohten Stadtmarketings aufgewendet werden musste, wieder in die Kasse der Kommune zurückgeflossen.

Von der positiven Entwicklung profitiert mittlerweile auch das Stadtmarketing selbst. Denn dessen Finanzierung fußt auf drei Säulen. Zum einen steuern die Gesellschafter (51 Prozent der GmbH hält die Stadt Bregenz, den Rest 21 Unternehmen aus der Stadt und der Region) gemäß ihrer Anteile insgesamt knapp 430.000 Euro pro Jahr bei. Dazu kommen die Einnahmen aus der Gästetaxe für Übernachtungen und der Fremdenverkehrsabgabe der Bregenzer Betriebe. In Summe seien dies etwa 1,3 Millionen Euro an Einnahmen. Weitere knapp 700.000 Euro würden über Ticket-Provisionen oder Sponsoren lukriert. Daraus ergebe sich für die Gesellschaft ein durchschnittliches Jahresbudget von knapp zwei Millionen Euro.

Neben den positiven Auswirkungen der beiden Großprojekte hätten auch andere Maßnahmen zur Sanierung des Stadtmarketings beigetragen. So seien etwa alle Auflagen und Empfehlungen, die die Experten des Bundesrechnungshofs im Rahmen einer Prüfung ausgesprochen hätten, erfüllt worden, berichtete Geschäftsführer Thoma. Zudem seien sämtliche Verträge mit Partnern, die Personalstruktur, das Finanzwesen und das Controlling durchleuchtet und optimiert worden.

Hocherfreulich

Die Entwicklung des Stadtmarketings seit dem Krisenjahr 2008 sei hocherfreulich, betonte Linhart. „Und wir können mit hoch erhobenem Haupt in die Zukunft blicken.“ ##NEUEwirtschaft##

„Die Entwicklung des Stadtmarketings ist hocherfreulich.“

Markus Linhart, Bürgermeister der Stadt Bregenz
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