Lawinenabgänge in Vorarlberg: Mann nach ­eineinhalb Stunden lebend geborgen

Bregenz. Aufgrund der derzeit kritischen Schneelage sind am Mittwoch im Laufe des Tages mehrere Lawinen und Schneerutsche im ganzen Land abgegangen. Personen und Straßen wurden verschüttet, heißt es seitens der Polizei.

In Lech ist ein Wintersportler aus Deutschland von einer Lawine erfasst und verschüttet worden. Obwohl der Skifahrer erst nach etwa eineinhalb Stunden geortet und ausgegraben werden konnte, überlebte er. „Es grenzt an ein Wunder“, sagte Lechs Bürgermeister Ludwig Muxel. Der Mann hatte die Lawine im freien Skiraum selbst losgetreten. Er wurde von dieser mitgerissen und verschüttet. Der stark unterkühlte Urlauber erlitt eine Lungenprellung und wurde nach der Erstversorgung ins Krankenhaus geflogen.

Gleich mehrere Schneebretter sind kurz vor einem Pistenabschnitt der Kanzelwandabfahrt in Riezlern zum Stillstand gekommen. Diese wurden von einem unbekannten Wintersportler im freien Skiraum an der Westseite der Kanzelwand ausgelöst. Nach Polizeiangaben wurde fast zur selben Zeit auf der gegenüberliegenden Nordseite ebenfalls ein Schneebrett von einem Skifahrer losgetreten. Dieser löste sofort seinen ABS-Ruckssack aus und wurde deswegen nur teilverschüttet. Er blieb unverletzt, hieß es.

In Laterns wurden drei Skitourengeher von einer Lawine erfasst und verschüttet. Einer der Wintersportler konnte sich selbst befreien, die beiden anderen wurden von den alarmierten Einsatzkräften geborgen und ins Krankenhaus geflogen.

Glimpflich endeten hingegen die Abgänge von Schneebrettern auf Straßen in Schröcken sowie zwischen Au und Damüls. In beiden Fällen wurden weder Personen noch Autos verschüttet. In Schröcken wurde eine Sicherheitssuche durchgeführt. Keine Verschütteten waren auch nach einem Abgang eines Schneebretts in Brand sowie in Mellau zu beklagen.

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