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Aus dem Gerichtssaal

Anklage: Flüchtender beging Raubüberfälle

Noch kein Urteil im Prozess um drei bewaffnete Raubüberfalle während der Flucht.

Seff Dünser

Die umfangreiche Anklageschrift habe er gelesen und danach „gleich in den Müll geschmissen“, sagte der Angeklagte. Denn der 25-jährige Unterländer bestreitet die Hauptvorwürfe, die ihn nach eigenen Angaben „auf 300 bringen“. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft war er als Untersuchungshäftling während seiner 135 Tage währenden Flucht an drei Raubüberfällen in der Schweiz und in Deutschland beteiligt.

Neunfach vorbestraft

Im gestrigen Schöffenprozess am Landesgericht Feldkirch wurde noch kein Urteil gefällt, die Verhandlung wurde vertagt. Für den Fall eines Schuldspruchs drohen dem neunfach Vorbestraften als bereits mehrfach inhaftiertem Rückfalltäter bis zu 20 Jahre Gefängnis.

Allerdings kann nur eine Zusatzstrafe verhängt werden. Denn im Dezember 2013 wurde der ehemalige Holzarbeiter am Landesgericht Feldkirch als Serieneinbrecher zu einer inzwischen rechtskräftigen Gesamtstrafe von sechseinhalb Jahren Haft verurteilt.

Die angeklagten drei Raubüberfälle wurden davor begangen, zwischen 31. Oktober und 6. November 2013. Während der Untersuchungshäftling der Polizei ein Beuteversteck aus Dutzenden Einbrüchen am Lochauer Pfänderhang zeigen hätte sollen, hatte er im Sommer 2013 die Flucht ergriffen – und sich dann die meiste Zeit bei seiner Mutter aufgehalten.

Ein vielfach vorbestrafter Komplize soll mit einer Gaspistole die beiden Raub­überfälle in der Schweiz unter Mitwirkung des angeklagten Vorarlbergers verübt haben. Am 31. Oktober wurde ein Spar-Markt überfallen und am 4. November eine Postfiliale.

Am 6. November soll ein anderer Komplize des Angeklagten in Deutschland mit einer Pistolenattrappe eine Bank überfallen haben. Dabei habe der Vorarlberger das Fluchtauto gelenkt, behauptet der mutmaßliche Haupttäter.

Am nächsten Tag wurde der 25-jährige Unterländer in Vorarlberg festgenommen. Im Verhandlungssaal wurde er gestern von fünf Beamten bewacht, um eine neuerliche Flucht zu verhindern.

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