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Aus dem Gerichtssaal

FC Lustenau: Gegen den Präsidenten wird ermittelt

Verhandelt werden soll gegen den Ex-Präsidenten wegen Veruntreuung von Geldern von Unternehmen und später wegen anderer Vorwürfe.

Seff Dünser

Die Staatsanwaltschaft Feldkirch ermittelt nach eigenen Angaben gegen Dieter Sperger auf drei Ebenen. Der ehemalige Vermögensverwalter soll zum einen Gelder von Unternehmen und zudem von Privatkunden veruntreut haben. Des Weiteren soll der 52-jährige Lustenauer den ehemaligen österreichischen Fußball-Zweitligisten FC Lustenau, bei dem er Präsident und Sponsor war, am Vermögen geschädigt haben.

Im ersten Strafprozess am 3. Februar am Landesgericht Feldkirch wird dem Angeklagten zur Last gelegt, als Vermögensverwalter 1,8 Millionen Dollar von Unternehmen veruntreut zu haben. An Unternehmen soll er 1,3 Millionen Dollar an Zinserträgen nicht ausbezahlt haben. Außerdem soll der Angeklagte rechtswidrig 500.000 Dollar auf ein Privatkonto überwiesen und so dem von ihm geführten Vermögensverwaltungsunternehmen vorenthalten haben.

Staatsanwalt Markus Fußenegger wirft ihm in der ersten Anklageschrift die Verbrechen der Veruntreuung und Untreue vor. Der Strafrahmen dafür beträgt ein bis zehn Jahre Gefängnis. Der mittlerweile von Ex-Justizminister Dieter Böhmdorfer verteidigte Angeklagte bestreitet die Tatvorwürfe. Sperger befindet sich seit Februar 2014 in der Justizanstalt Feldkirch in Untersuchungshaft. Richter Norbert Melter hat als Vorsitzender des Schöffensenats die Hauptverhandlung am kommenden Dienstag von 13 bis 18 Uhr anberaumt.

Gelder veruntreut

Die Staatsanwaltschaft Feldkirch ermittle nach wie vor auf den beiden anderen Ebenen, bestätigte gestern deren Sprecher Heinz Rusch. Es bestehe der Verdacht, dass Sperger als Vermögensverwalter Gelder von Privatkunden veruntreut und als Präsident den FC Lusten­au am Vermögen geschädigt habe. Die Staatsanwaltschaft beabsichtigt, auch wegen dieser Vorwürfe noch Anklage zu erheben.

In einem anhängigen Zivilprozess am Landesgericht fordert ein ehemaliger Kunde des Finanzberaters von Sperger die Rückzahlung von 43.000 Euro. Diesen Betrag aus der Veranlagung habe Sperger für sich abgezweigt, behauptet der Kläger. Der Beklagte gibt hingegen an, er habe das in Liechtenstein veranlagte Geld dem Kläger ausbezahlt.

Zudem will Sperger seinem ehemaligen Freund weitere 12.000 Euro bezahlt haben, als Entschädigung für die schlechte Aktienentwicklung. Das Geld dafür habe er von einem Konto des FC Lustenau bezogen, sagte Sperger bei seiner Einvernahme als Beklagter beim Zivilprozess am vergangenen Mittwoch.

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