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„Kooperationen sind auf jeden Fall zu begrüßen“

Landesfeuerwehrinspektor Hubert Vetter über Ausbildung, Zukunft und Zusammenarbeit.

Der Landesfeuerwehrverband hat heuer sein 140-Jahr-Jubiläum. Wie hat sich dessen Bedeutung seit der Gründung verändert?

Hubert vetter: Ich glaube nicht, dass sich die Bedeutung groß verändert hat. Der Verband ist ein Zusammenschluss der Feuerwehren mit dem Ziel eine fundierte Ausbildung anzubieten. Genauso gibt es Unterstützung und Beratung bei technischen Dingen wie etwa der Gerätepflege. Das ist heute nicht anders als früher.

Gefeiert wird heuer auch das 30-jährige Bestehen der Landesfeuerwehrschule am Standort Feldkirch-Altenstadt. Welchen Stellenwert hat die Ausbildung?

Vetter: Die Schule ist wohl das bedeutendste Element. Denn eine gute Ausbildung ist neben der modernen Ausrüstung das Wichtigste, das wir einem Feuerwehrler bieten können.

Wie hat sich die Ausbildung über die Jahre entwickelt?

Vetter: Die Grundlagen haben sich seit der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg nicht verändert. Allerdings ist die Palette der Ereignisse größer geworden. Alleine bei den Pkw gibt es mittlerweile zahlreiche unterschiedliche Typen. Von Autos mit Verbrennungsmotor über solche mit Gas- oder Hybridantrieb bis hin zu Elektrofahrzeugen. Das muss in der Ausbildung beachtet werden.

Wie schwierig ist es, auf dem neuesten Stand zu bleiben?

Vetter: Das ist eine große Herausforderung. Darum pflegen wir Kontakte zu anderen Feuerwehrschulen und haben Kooperationen in bestimmten Bereichen.

Wie schaut die Zukunft des Feuerwehrwesens aus?

Vetter: Es wird vor allem darum gehen, das System der freiwilligen Feuerwehren in der derzeit vorhandenen Qualität zu erhalten. Ein Ziel muss es sein, mehr Frauen für den Aktivstand zu gewinnen. Genauso wichtig sind natürlich die Jugendarbeit und die bessere Einbindung der Senioren.

Es wird immer wieder die Frage nach der Zusammenlegung von Wehren gestellt. Wie sehen Sie dies?

Vetter: Ich halte nichts davon, in bestehende Strukturen einzugreifen. Bei der Diskussion um die Zusammenlegung geht es auch darum, dass Geld für die öffentliche Hand gespart werden soll. Allerdings wissen wir, dass diese Ersparnis gar nicht so groß ist wie gedacht. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr, dass man sehr viel verliert. Nicht nur die Feuerwehr als Sicherheitsorganisation, sondern auch als gesellschaftlichen Faktor. Denn in vielen Gemeinden übernehmen deren Mitglieder noch andere Aufgaben wie etwa den Funkenbau oder die Organisation von Veranstaltungen.

Gibt es aber noch Verbesserungspotenzial in Sachen Zusammenarbeit?

Vetter: Dieses ist sicherlich vorhanden. So glaube ich nicht, dass jede Feuerwehr ein eigenes Lager für Katastrophenfälle braucht. Im Rheindelta etwa gibt es in Fußach ein solches für alle Gemeinden in der Region. Derartige Kooperationen sind auf jeden Fall zu begrüßen. Genauso sind viele Feuerwehrhäuser Mehrzweckgebäude, in denen noch andere Organisationen oder der Bauhof untergebracht sind.

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