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Aus dem Gerichtssaal

Moped-Brandstiftung zum Schutz des Grundwassers

21-Jähriger überzeugte mit dieser Erklärung das Gericht nicht und wurde verurteilt.

Das Moped habe der Angeklagte natürlich nicht zum Schutz des Grundwassers angezündet, sagte die Richterin in ihrer Urteilsbegründung. Der 21-jährige Lustenauer hatte mit dieser Erklärung das Landesgericht Feldkirch nicht überzeugt:

Er habe das von Komplizen geklaute Moped in den Rhein geworfen. Die Komplizen hätten das Moped aus dem Fluss herausgezogen. Dabei sei im Rheinvorland Benzin ausgeronnen. Er habe den Treibstoff angezündet, dabei sei auch das Moped in Brand geraten. Das Benzin habe er angezündet, damit es nicht ins Grundwasser gelange.

Der unbescholtene Angeklagte wurde gestern zu einer teilbedingten Geldstrafe von 960 Euro verurteilt – 240 Tagessätze zu je vier Euro. Davon beläuft sich der unbedingte Anteil auf 480 Euro. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der Schuldspruch erfolgte wegen Einbruchsdiebstahls mit einer möglichen Höchststrafe von fünf Jahren Gefängnis, unbefugten Gebrauchs von Fahrzeugen, Sachbeschädigung und Körperverletzung. Das Anzünden des Mopeds war die Sachbeschädigung.

Strafrechtlich bedeutsamer waren die Einbrüche in Riedhütten, an denen der Lehrling nach Ansicht des Gerichts mitgewirkt hatte.

Noch mehr Straftaten hatten seine beiden Komplizen zu verantworten. Die unbescholtenen Lustenauer im Alter von 16 und 17 Jahren sind im Vorjahr am Landesgericht jeweils zu einer bedingten Hafstrafe von vier Monaten und einer unbedingten Geldstrafe von 600 Euro verurteilt worden.

Die arbeitslosen Jugendlichen gaben Einbrüche, Diebstähle, Sachbeschädigungen mit Steinwürfen auf Scheiben von Häusern und Autos sowie mit dem Sprengen eines Briefkastens mit einem Feuerwerkskörper und unbefugten Gebrauch von Mopeds zu.

Der 17-Jährige sagte gestern als Zeuge aus. Der Arbeitslose hatte sich dafür von einem Taxi von Lustenau nach Feldkirch fahren lassen. Er machte die Taxi-Kosten geltend, erhält vom Gericht aber nur ersetzt, was öffentliche Verkehrsmittel gekostet hätten.

Seff Dünser

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