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Jobarid Metallbau GmbH

Konstant solide Arbeit sichert den Erfolg

Die Bergstation am Karren, der Campus Dornbirn, die inatura oder der Garnmarkt Götzis. Die Namen sind vertraut, die Bilder dazu auch. Alle diese Gebäude haben eines gemeinsam: Die Firma Jobarid mit Sitz in Röthis hat dafür Fenstersysteme, Türen oder Fassaden hergestellt.

Christoph Mariani
(Text/Fotos)

Seit 50 Jahren behauptet sich das Kleinunternehmen Jo­barid erfolgreich am Markt. Das verlangt Weitsicht, höchste Qualität und oft auch schwierige unternehmerische Entscheidungen. Von Gold über Weiß bis Schwarz und Braun. Die Aluminiumprofile der Fenster sind genauso modischen Trends unterworfen wie die Textilbranche. Ebenso gibt es nicht nur immer mehr Glasfassaden in der Architektur, diese werden auch energieeffizienter und intelligenter. Auf alle diese Trends heißt es zum richtigen Zeitpunkt angemessen zu reagieren.

Das ist nur ein Grund des Erfolges der Firma Jobarid, die 1964 gegründet wurde. Die Verantwortlichen und ihr Mitarbeiterteam haben es geschafft, den Wandel von Flachdachabdeckungen hin zu komplexen Fens­tersystemen und Glasfassaden mitzugehen. Ein Ergebnis ist die Marktführerschaft in Vorarlberg. Neben Aluminiumfenstern, Eingangsportalen und Glasfassaden sind auch Brandschutztüren aus Aluminium Produktdetails des Röthner Unternehmens. Der Erfolg kommt also nicht von ungefähr.

Erfolgsgeheimnis

„Das Geheimnis meines Erfolges?“, fragt Robert Ess, der die Geschicke des Betriebes in Familienbesitz seit 1994 leitet. Er lacht und sagt. „Konstant solide Arbeit.“ Nach einer kleinen Pause fügt der Geschäftsführer hinzu: „Und wir versuchen absichtlich langsam zu wachsen.“ So wurde ein Angebot für ein Großprojekt in Aserbaidschan bewusst ausgeschlagen und auch steuerliche Vorteile in der Schweiz oder im europäischen Ausland konnten nicht locken. „Warum sollte ich auch sehenden Auges auf einen Abgrund zulaufen“, meint fragt Robert Ess. Er kenne viele Unternehmen, die ihre eigenen Möglichkeiten überschätzt hätten und daran zugrunde gegangen seien.

Für Großprojekte müssten immer weitere Wege gefahren werden, da in Vorarlberg Objekte dieser Art kaum gebaut würden. Dadurch steigt aber auch das Risiko exponentiell an. Die Auslastung muss aber das ganze Jahr und darüber hinaus konstant auf hohem Niveau bleiben, um eine Firma profitabel führen zu können.

Somit liegt der Fokus der Jobarid-Verantwortlichen hauptsächlich auf dem Vorarlberger Markt mit dem grenznahen Ausland, wie Liechtenstein, der Schweiz und Süddeutschland. Auftraggeber sind zum einen Industrie- und Gewerbe-Firmen und zum anderen die öffentliche Hand.

Bestbieter und Billigstbieter

Die Krux mit der öffentlichen Hand ist jedoch das Vergabegesetz. Große Projekte müssen europaweit ausgeschrieben werden, um den besten Anbieter zu finden. „Bestbieter ist gleichbedeutend mit Billigstbieter“, erklärt Ess. Das sei zwar verständlich, da auch er als Steuerzahler wie jeder andere einen verantwortungsbewussten Umgang mit Steuermitteln erwarte. Auf der anderen Seite würden Firmen aus Restösterreich und Osteuropa sehr billig anbieten. „Wenige Monate später gibt es diese Firma möglicherweise nicht mehr. Der Bau ist noch nicht fertig und die Kosten liegen beim Auftraggeber. Von den Reparaturen allein können wir nicht leben, wir brauchen auch die Neuerrichtung“, erklärt der Geschäftsführer. Die öffentlichen Aufträge seien notwendig, um eine konstante Auslastung zu erzielen, und damit Arbeitsplätze im Land zu sichern, betont Ess.

Gerade bei öffentlichen Gebäuden, die von großen Personenzahlen genutzt werden, müssten Fenster und Türen ständig gewartet werden. Wenn dieser Leistungsteil zumindest für die Dauer der Gewährleis­tungsfrist mit ausgeschrieben würde, wäre es für Firmen mit langen Anfahrtswegen schnell unrentabel und die Wertschöpfung bliebe im Land.

Bei den Architekturlösungen gibt es keinen Stillstand und auch die Werkstoffe werden ständig verbessert. Alufenster haben mittlerweile Passivhausstandard und Glasfassaden hat man klimatechnisch viel besser im Griff. So ist es möglich, helle Arbeitsplätze mit psychologisch vorteilhaftem Tageslicht zu schaffen und hervorragende Energiewerte zu erzielen. „Auch wenn Aluminium mit hohem Strombedarf hergestellt werden muss, es ist zu 98 Prozent recycelbar“, schwärmt Ess vom leichten und zugleich robusten Material. Die Haltbarkeit und Rückbaubarkeit von Werkstoffen werde immer noch viel zu wenig berücksichtigt. Schon in der Planung müsse überlegt werden, welche Lebensdauer das Material habe und was danach damit geschieht. „Holz zum Beispiel muss behandelt werden, um es witterungsbeständig zu machen. Und behandeltes Holz ist quasi Sondermüll“, erklärt Ess zu den Vorteilen von Aluminium.

Am Standort Röthis werden nicht nur die Fensterrahmen hergestellt und das Glas eingesetzt. Von der Planung bis zum Einbau an der Baustelle wird alles von den Mitarbeitern bewerkstelligt. „Der Kommunikationsaufwand mit externen Firmen ist oft umfangreich“, erklärt der Geschäftsführer zur hohen Fertigungstiefe. Sogar die Elektronik und Motorik von so genannten „intelligenten Fassaden“ werden am Firmenstandort gefertigt. „Die Fensterelemente öffnen sich am Morgen automatisch, um das Gebäude zu lüften und schließen sich nach einer gewissen Zeit wieder“, beschreibt Ess die Funktionsweise dieser Fassaden. Hat man als Geschäftsführer auch ein Lieblingsprojekt? „Meine Aufmerksamkeit bekommt immer das aktuelle Projekt mit all seinen neuen Herausforderungen“, sagt Ess und grinst.

‚‚ Ich kenne Unternehmen, die ihre Möglichkeiten überschätzt haben und daran zugrunde gegangen sind. ‚‚

Geschäftsführer Robert Ess

Jobarid Metallbau GmbH

Sitz: Röthis

Eigentümer: Familien­besitz

Geschäftsführer: Robert Ess (seit 1994)

Mitarbeiter: 30 bis 40

Umsatz 2013:
sechs Millionen Euro

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