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Spaziergang mitten durch die Natur

Die Geschichtenerzählerin Hertha Glück begibt sich diesmal auf eine naturnahe Wanderung: Los geht es ab Nofels und bis zur Kapelle Bangs.

Die Tour startet in Nofels bei der alten und neuen Pfarrkirche Maria Heimsuchung. Die Kirche linker Hand lassend, geht es daran vorbei und hält sich an der Straße entlang in Richtung Zollamt Nofels-FL. Die gelb-weiße Markierung an den Straßenlaternen ist eine Hilfe. Am Straßeneck links auf dem Gehsteig bleibend, stößt man auf den Geschäftsnamen „Noval“, die an den Ursprung des Ortes erinnern.

Nun wird gute 20 Minuten entlang der Sebastian-Kneipp-Straße spaziert. Bald erreicht der Spaziergänger das geschichtsträchtige „Nofler Bädle“ (linke Seite), das 1514 erstmals erwähnt („Zehnerlibell“) wurde. Genutzt wurde eine Schwefelquelle am Fuße des Schellenbergs. Dem Wasser wurden beste Qualität und Heilwirkung nachgesagt. Zur Blütezeit, Mitte des 18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts, war das Schwefelbad Nofels rege frequentiert.

Die Quelle ist mittlerweile versiegt, das heutige Bad Nofels (Nofler Bädle) ist ein Kneipp-Kurhaus. 1903 brannte das gesamte Anwesen des alten Bades Nofels ab. In einer Sage hingegen wird erzählt, dass das Bad im Erdboden versunken sei, weil am Aschermittwoch, dem Beginn der österlichen Fastenzeit, noch gefeiert und getanzt worden wäre.

Das heutige Kneipp-Kurhaus wurde näher am Ortskern erbaut, wohin das Schwefelwasser von der Quelle durch Leitungen gepumpt wurde.

Berg-Blicke. Weiter geht es auf der Straße parallel zum Schellenberg, und langsam weichen die Häuserzeilen und der Blick öffnet sich über die Wiesen hinweg zu den Schweizer Bergen und in der Ferne zum Zollamt Nofels-FL. Beim letzten Haus der Sepp-Kneipp-Straße wechselt der Spaziergänger die Straßenseite und hält sich in Wegrichtung Bangs 1 h/Unterried 40 Min. Eine weite, offene Landschaft mit kleinen Hütten inmitten eines Wäldchens erfreut das Auge. Noch füllen die Schweizer Berge und der Hohe Kasten den Blick, aber schon ein paar Schritte weiter rücken rechts der Übersaxner Gulm, der First und die Hohe Kugel in den Fokus. Am Straßenende geht der Naturfreund über die Straße und zweigt gleich links ab, und sobald auf der anderen Seite der Forstweg links abbiegend erscheint, wird wieder die Straße gewechselt. Der Forstweg durchschneidet die große Wiese und schlängelt sich rechts-links-rechts abzweigend durch die ökologisch wertvolle Landschaft, mit dem Hinweis, den Weg nicht zu verlassen. Die Wanderung ist kräftemäßig nicht anspruchsvoll, aber bietet eine facettenreiche Schönheit an Natur und Stille.

Nach mehreren Abzweigungen gelangt man auf den Damm, zur Grenze hin zu Liechtenstein, und kommt bald zu einem kleinen Tümpel. In weiter Ferne (rechts) zeigt sich schon die Kapelle zu den Heiligen Sebastian und Fridolin in Bangs. Nach dem „Naturvielfalt“-Schild geht es geradeaus weiter. Nach einem kleinen Wäldchen wird dem Rechtsbogen des Forstweges gefolgt, bald sind die ersten Häuser von Bangs erreicht. Und damit auch der „Bewegung-Begegnung-Weg“, der an die Grenznähe zu Liechtenstein erinnert. Rechts abzweigend ist der Wanderer bald bei der Kapelle in Bangs und im Herzen des Natura-2000-Europaschutzgebiets Bangs-Matschels. Mitten im dicht besiedelten Rheintal liegt dieser außergewöhnliche Naturraum mit ausgedehnten Feuchtwiesen und Wald. Ökologisch besonders wertvoll sind die Streuwiesen, diese werden nicht gedüngt und nur ein Mal pro Jahr gemäht. Einer Vielzahl von seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten bieten diese Lebensraum.

Ab hier gibt es nun mehrere Möglichkeiten für den Rückweg. Am Gasthaus Sternen vorbei geht es über Unterried in einer Stunde zurück nach Nofels. Oder an der Kapelle vorbei der Straße entlang hin zum Ausgangspunkt Pfarrkirche Nofels. Oder aber mit dem Bus zurück zum Start der Route.

<p class="caption">Auf dem Damm geht es in Richtung Grenze zu Liechtenstein. Hertha Glück (2)</p>

Auf dem Damm geht es in Richtung Grenze zu Liechtenstein.
Hertha Glück (2)

Kurzbeschreibung

Besonderes: eine interessante Wanderung durch eine ökologisch wertvolle Landschaft

Anforderung und Gehzeit: In einer Stunde geht es flach dahin. Fantastisch als Familienausflug, auch bei Nasswetter.

(Achtung! Vom 15. März bis 1. September aus Rücksicht auf die brütenden Vögel gesperrt)

Charakter der Wege: Straße, Forstweg, Dammweg

Kultur und Natur unterwegs: Pfarrkirche Maria Heimsuchung, Bad Nofels, Natura-2000-Europaschutzgebiet Bangs-Matschels, Kapelle zu den Hl. Sebastian und Fridolin, Dreiländerweg Bewegung-Begegnung

Anziehen: bequeme Laufschuhe

Einkehrmöglichkeiten:
Nofels, Bangs

Start: Pfarrkirche Maria Heimsuchung Nofels, Feldkirch

Blumenkunde

Besonderes: eine interessante Wanderung durch eine ökologisch wertvolle Landschaft

Anforderung und Gehzeit: In einer Stunde geht es flach dahin. Fantastisch als Familienausflug, auch bei Nasswetter.

(Achtung! Vom 15. März bis 1. September aus Rücksicht auf die brütenden Vögel gesperrt)

Charakter der Wege: Straße, Forstweg, Dammweg

Kultur und Natur unterwegs: Pfarrkirche Maria Heimsuchung, Bad Nofels, Natura-2000-Europaschutzgebiet Bangs-Matschels, Kapelle zu den Hl. Sebastian und Fridolin, Dreiländerweg Bewegung-Begegnung

Anziehen: bequeme Laufschuhe

Einkehrmöglichkeiten:
Nofels, Bangs

Start: Pfarrkirche Maria Heimsuchung Nofels, Feldkirch

Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica): griech. Iris = Regenbogen, wegen dem Farbenreichtum der Blüten verschiedener Arten der Gattung. „Schwertlilie“ wegen der Blattform. Von den Einheimischen „Fläadrmüs“ (Fledermäuse) genannt.

Vorkommen: Wald- und Wiesensümpfe, auf nassen, zeitweilig überschwemmten, nährstoffreichen, sauren Sumpfhumusböden. Etwas Wärme liebend. Ebene bis mittlere Gebirgslagen (nur bis Alpenvorland). – Geschützt!

Verwendung: Früher wurden die gerbstoffreichen Pflanzen zum Gerben und mit Eisensalzen zum Schwarzfärben benutzt.

Die Schlangenkönigin

Einmal ging ein Mann an einem Weiher spazieren und sah auf einem Stein ein eisernes Kistlein, und er ging und hob höfele das Lid auf, weil es ihn wunderte, was in dem eisernen Kistlein sei, und da fand er ein schönes goldis Krönlein drin. Er luget und staunte und wollte den Augen zuerst nicht recht trauen, nach und nach aber nahm er das Krönlein zart in die Hand, schaute um, ob ihn niemand sehe, und lief drauf auf und davon.

Aber das Krönlein hat einer Schlangenkönigin gehört, die etwa einmal in den Weiher baden gekommen ist, und vor sie in das Wasser gegangen ist, hatte sie das Krönlein in das Kist­lein gelegt, dass es nicht nass werde. Wie sie aber nach einer Weile aus dem Bad kam und im Kistlein halt kein Krönlein mehr fand, ließ sie einen lauten Pfiff, und drauf seien viele hundert schneeweiße Schlangen hervorgekommen und wie Pfeile dem Kröneleschelm nachgeschossen. Sie hätten ihn bald erwischt, er war aber noch so gescheit und verwarf das Krönele und kam den Schlangen ab. Die seien umgekehrt und hätten der Königin das Krönele wieder zur Hand gestellt.

Quellen: Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands, Ruprecht Düll/Herfried Kutzelnigg, Quelle & Meyer, Flyer Dreiländerweg Bewegung-Begegnung der Raumplanungsämter der Länder Vorarlberg und Liechtenstein, Die Sagen Vorarl­bergs. Mit Beiträgen aus Liechtenstein, Franz Josef Vonbun, Nr. 87, Seite 95, www.wikipedia.org

Blick in die Historie von Bangs

Im 14. Jahrhundert scheint Bangs erstmals als Siedlungsort auf, die ersten Wohnstätten entstanden aber eher früher. Die Geschichte ist wie die von Nofels bis ins 20. Jahrhundert geprägt von Nöten aufgrund von Naturgewalten der Ill- und Rheinüberschwemmungen. Bangs, das sich bis ins 18. Jahrhundert recht gut entwickelte (etwa 250 Einwohner, damals größer als Nofels), wurde immer öfter von Überschwemmungen heimgesucht.

Nach einer katastrophalen Überschwemmung 1927 wurde Bangs entsiedelt, nur die Zöllner und einige der älteren Menschen blieben zurück.
Alle anderen brachen ihre Häuser ab und bauten diese
im benachbarten Nofels neu auf.

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