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Aus dem Gerichtssaal

Gefängnis für Mitglied einer Trickbetrügerbande

Betrügereien und Diebstähle: Zwölf Monate teilbedingte Haft für 33-jährigen Rumänen.

Als Mitglied einer rumänischen Bande von Trickbetrügern und Dieben wurde der unbescholtene Untersuchungshäftling zu einer teilbedingten Gefängnisstrafe von zwölf Monaten verurteilt. Davon beträgt der unbedingte, zu verbüßende Teil vier Monate Haft. Das gestrige Urteil des Landesgerichts Feldkirch, das der Angeklagte annahm, ist nicht rechtskräftig.

Der geständige 33-Jährige war nach den Feststellungen des Gerichts Mitglied einer kriminellen Vereinigung, die zwischen Dezember 2016 und Jänner 2017 einen Gesamtschaden von 1770 Euro verursacht hat. Die Bande hat in Geschäften in Bregenz Trickbetrügereien mit Wechselgeld verübt. Dabei wurden billige Waren mit einem 200-Euro-Geldschein bezahlt. Dann erfolgte der Rücktritt vom Kauf. Zurückgegeben wurde aber nur ein Teil des erhaltenen Wechselgeldes.

Handys geklaut. Beteiligt war der Angeklagte auch an Diebstählen von teuren Smartphones in Feldkirch und Innsbruck sowie an der Wegnahme eines Trinkgeld-Sparschweins in einem Geschäft.

Der Schuldspruch erfolgte wegen der Vergehen des gewerbsmäßigen Betrugs, des Diebstahls und der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Die mögliche Höchststrafe hätte drei Jahre Gefängnis betragen.

Fünf Mitglieder. Der Angeklagte wurde auf dem Papier zur Zahlung von 1770 Euro als Schadenwiedergutmachung verpflichtet. Zusätzlich soll der Arbeitslose mit 354 Euro ein Fünftel der Beute als Verfallsbetrag dem Staat Österreich bezahlen. Die Bande bestand aus fünf Mitgliedern.

Sein seit Mitte Februar inhaftierter Mandant habe „aus tiefster Not“ Straftaten begangen, sagte Verteidiger Surena Ettefagh. Der verheiratete Vater von vier Kindern sei Analphabet, lebe auf der Straße und habe keinen Beruf erlernt.

Finanzielle Not könne mittlerweile anders gelindert werden als mit Betrügereien und Diebstählen, erwiderte Richter Martin Mitteregger. Deshalb halte sich sein Mitleid in Grenzen. Seff Dünser

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