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Pointner gibt ihr Mandat ab

Sabine Scheffknecht (l.) wird ab Herbst eine neuen Banknachbarn haben, Martina Pointner wechselt in die Privatwirtschaft.

Sabine Scheffknecht (l.) wird ab Herbst eine neuen Banknachbarn haben, Martina Pointner wechselt in die Privatwirtschaft.

Landtagsabgeordnete der Neos wird ab Herbst für Liechtensteiner Privatklinik Medic­nova tätig sein.

Von Günther Bitschnau

Neos-Politiker sind in der Regel nicht ein Leben lang ausschließlich Berufspolitiker, sondern haben zumeist auch Erfahrung in oder einen direkten Bezug zur Privatwirtschaft. Das gilt auch für den Vorarlberger Ableger der jungen Partei. So ist zum Beispiel Neos-Landessprecherin und Landtagsabgeordnete Sabine Scheffknecht bekanntlich mit ihrem Mann seit einiger Zeit gleichzeitig auch als Unternehmerin tätig. Doch während Scheffknecht dabei weiterhin im Landtag bleibt, zieht es die zweite Mandatarin der pinken Partei, Martina Pointner, wieder zur Gänze in die Privatwirtschaft zurück.

Wie Pointner am Freitagvormittag mitteilte, werde sie sich in wenigen Wochen aus der Politik und allen damit zusammenhängenden Funktionen zurückziehen und ihr Landtagsmandat zur Verfügung stellen. Sie war bislang Sprecherin unter anderem für Bildung, Soziales, Integration, Landwirtschaft und Tierschutz. Als Grund für diesen Schritt nennt Pointner „eine einmalige Chance“, in ihren angestammten Beruf im Bereich Kommunikation und Redaktion zurückzukehren. Die Schwarzacherin war vor ihrem politischen Engagement als selbstständige PR-Beraterin und als Kommunikationsleiterin bei der Krankenhausbetriebsgesellschaft in Feldkirch tätig. „In einer jungen Fraktion mit nur zwei Abgeordneten ist jede von uns voll und ganz gefordert. Die Landtagsarbeit lässt sich daher kaum mit einer intensiven beruflichen Tätigkeit vereinbaren. Insbesondere dann, wenn man wie ich auch noch Familie hat“, erklärt Pointner. „Es war und ist mein Anspruch, für gestellte Aufgaben vollen Einsatz zu bringen. Eine sehr interessante berufliche Perspektive hat nun den Ausschlag gegeben, mich neu zu orientieren.“

Tätigkeit in Privatklinik. Auf Nachfrage der „Wirtschaftspresseagentur“ erklärte Pointner, dass sie zukünftig auf freiberuflicher Basis unter anderem für die Kommunikationsagenden der neuen Liechtensteiner Privatklinik Medicnova zuständig sein werde. Um beruflich völlig unabhängig agieren zu können, sei es konsequenterweise auch notwendig, dass sie ihre ­Mitgliedschaft bei Neos zurücklege.

Dieser Schritt geschehe in vollem Einvernehmen mit der Partei und mit Landessprecherin Sabine Scheffknecht. „Wir bedauern Martinas Entscheidung sehr, können sie aber mit Blick auf die große berufliche Chance auch gut nachvollziehen“, sagte Scheffknecht. Die Neos würden für Veränderung und Unternehmergeist stehen. Das präge eben auch die Bewegung. Für ihr außerordentliches Engagement und ihre stets klaren Worte gebühre Martina Pointner die volle Anerkennung der anderen Parteimitglieder.

Bis Ende August 2017 werde Pointner ihr Landtagsmandat noch wahrnehmen. Damit werde eine reibungslose Übergabe und Fortsetzung der Arbeit sichergestellt. Wer ihr Mandat übernimmt, werden die Neos kommende Woche nach einer außerordentlichen Sitzung des Landesteams bekanntgeben.

Einzug über Landesliste. Die Neos, die bei den Landtagswahlen 2014 erstmals angetreten waren, erreichten 7,91 Prozent. In keinem der vier Bezirke erreichten sie ein Direktmandat. Spitzenkandidatin Sabine Scheffknecht und Martina Pointner zogen beide über die Landesliste ins Parlament ein.

Als mögliche Nachfolger Pointners würden demnach die Nächstgereihten auf der Landesliste in Frage kommen. Dies wären der Feldkircher Daniel Matt (Platz 3) und gegebenenfalls der Bizauer Günter Meusburger (Platz 4).

<p class="caption">Martina Pointner zog im Herbst 2014 über die Landesliste in den Vorarlberger Landtag ein. Philipp Steurer (2)</p>

Martina Pointner zog im Herbst 2014 über die Landesliste in den Vorarlberger Landtag ein. Philipp Steurer (2)

Wahlergebnis 2014

Bei den Landtagswahlen im Herbst 2014 erreichten die Neos landesweit 6,89 Prozent. Im Bezirk Feldkirch waren es 7,26 Prozent, in Dornbirn 7,1 Prozent und in Bregenz und Bludenz jeweils 6,62 Prozent.

Das beste Ergebnis erzielten die Kandidaten der pinken Partei in Mittelberg (13,62 Prozent). Dahinter folgten Lech (13,01 Prozent) und Dalaas (12,59 Prozent). Nicht sehr groß war wiederum der Zuspruch in Düns (4,8 Prozent). Hier schnitten die Neos am schlechtesten ab.

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