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Kooperation mit Global Player

Akku Mäser in Dornbirn intensiviert Zusammenarbeit mit deutscher BMZ Group. Hartinger

Akku Mäser in Dornbirn intensiviert Zusammenarbeit mit deutscher BMZ Group. Hartinger

Mindestens zehn neue Arbeitsplätze sollen bei Akku Mäser durch Zusammenarbeit mit BMZ Group entstehen.

Die Verantwortlichen der Akku Mäser GmbH in Dornbirn haben eine weitreichende Kooperationsvereinbarung mit einem der weltweit führenden Konfektionäre von Batterie-Systemen unterzeichnet. Wie die Akku-Mäser-Geschäftsführer Norbert Mäser und Christopher Schöpf erklärten, werde ihr Unternehmen für die deutsche BMZ Group sogenannte Lithium-Ionen-Batteriesysteme für unterschiedlichste Anwendungen konfektionieren. Die Zusammenarbeit umfasse sowohl die Entwicklung von Prototypen als auch die Serienproduktion von bis zu 10.000 Stück. Darüber hinausgehende Aufträge werden von der BMZ Group mit Hauptsitz in Karlstein am Main abgewickelt. Gleichzeitig agiere Akku Mäser mit seinen vier Standorten in Österreich als Service-Point für bestehende und neue BMZ-Group-Kunden. Das Dornbirner Unternehmen sei im Rahmen der Zusammenarbeit exklusiv für Österreich und die Schweiz zuständig.

Kundenbetreuung. „Wir sind mit dieser Vereinbarung zum einzigen Konfektionär, also Fertiger von Lithium-Ionen-Batteriesystemen in Österreich und der Schweiz geworden. Besonders erfreulich ist, dass wir dabei Batteriesysteme auf Lithium-Ionen-Basis in Abstimmung mit den Kunden mitentwickeln können“, sagte Christopher Schöpf. Die allermeisten bisherigen BMZ-Kunden werden zukünftig von Akku Mäser betreut. Dass ein Global Player wie die BMZ Group mit über 2100 Mitarbeitern dem verhältnismäßig kleinen Dornbirner Unternehmen ein solches Vertrauen entgegenbringe, hänge auch mit der seit 20 Jahren laufenden und von Firmengründer Norbert Mäser gepflegten Zusammenarbeit in der Vergangenheit zusammen, erläuterte Schöpf. Die BMZ Group von Gründer und CEO Sven Bauer ist ein weltweit tätiger Systemlieferant für alle Arten von Batterien.

Aufgrund dieser Kooperationsvereinbarung müssten die Kapazitäten am Standort Dornbirn ausgebaut werden. Innerhalb eines Jahres sollen auf diese Weise am Stammsitz mindestens zehn neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Zudem müsse in die Infrastruktur investiert werden. Allerdings sei dies nur der erste Schritt, meinte Schöpf. Denn sollten sich die Geschäftsprognosen bewahrheiten – erwartet wird ein Umsatzanteil des BMZ-Geschäftes von 50 Prozent binnen fünf Jahren –, so müsse Akku Mäser innerhalb dieser Zeit schrittweise ein Batterie-Konfektionswerk in Vorarl­berg – bevorzugt in Dornbirn – errichten. Da der gegenwärtige Standort in Dornbirn-Schwefel befristet gepachtet sei, werde man sich vermutlich um einen anderen Standort umsehen müssen, sagte Mäser.

Drei Standbeine. Mit der BMZ-Group-Kooperationsvereinbarung unterhält Akku Mäser nunmehr drei Standbeine. Denn neben dem alteingesessenen Handel mit Batterien aller Art etwa für Pkw und Motorräder etc. wird seit dem Vorjahr auch auf den Verkauf und den Service von Stapler-Batterien inklusive Ladegeräte gesetzt. Bei diesen Batterien handelt es sich in der Regel um sehr große und vielen Ladezyklen unterzogene Akkus für Ladestapler, wie sie gerade in Firmen verbreitet zum Einsatz kommen. Ermöglicht worden sei dieser neue Geschäftszweig durch die Übernahme der Inns­brucker Firma Batteriecenter West im März 2016. Die jetzt als Industriebatterien-West GmbH am Markt auftretende Firma ist auf diese Traktionsbatterien für Elektrofahrzeuge spezialisiert.

Schöpf und Mäser begründen die Diversifizierung der Geschäftstätigkeiten insbesondere mit dem sehr preissensiblen Handel mit Batterien für Standard-Anwendungen, etwa für Pkw oder Lkw. Diesem Konkurrenzdruck gerade auch aus dem Internet soll mit den neuen Standbeinen entgangen werden.

Um dem Facharbeitermangel entgegenzutreten, kooperiert Akku Mäser zudem mit der FH Vorarlberg rund um das Projekt „Power for Benin“. Im Rahmen dieser Kooperation liefere das Unternehmen das Know-how. Auf der anderen Seite erhoffen sich die Verantwortlichen dadurch entsprechende Kontakte zu möglichen zukünftigen Mitarbeitern.

Günther Bitschnau/WPA

Akku Mäser GmbH

Das Familienunternehmen Akku Mäser wurde im Jahr 1995 von Norbert Mäser in Dornbirn gegründet. Mittlerweile werden an Standorten in Dornbirn, Innsbruck, Wels und Linz insgesamt 28 Mitarbeiter beschäftigt. Im Geschäftsjahr 2015/16 (30.9.) wurde ein Umsatz von rund 4,8 Millionen Euro erzielt. Für heuer wird eine Steigerung auf 5,1 Millionen Euro erwartet. Der Export­anteil liegt deutlich über 50 Prozent. Christopher Schöpf ist im Jahr 2015 als zusätzlicher Geschäftsführer eingestiegen.

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