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„ Umweltschutz macht Spaß“

Die Schüler der VS Dornbirn Leopoldstraße verkleideten sich als Bienen und Imker.

Die Schüler der VS Dornbirn Leopoldstraße verkleideten sich als Bienen und Imker.

Im Zuge der diesjährigen Umweltwoche präsentierten Kinder aus neun Schulklassen ihre Projekte zum Motto „Kleine Schätze, große Schätze“ in der inatura.

Von Saskia Heel

Monatelang haben sich mehr als 1300 Schüler aus 81 Klassen in ganz Vorarlberg mit dem Thema Natur beschäftigt und Konzepte zum Umweltschutz erarbeitet. Im Rahmen der diesjährigen Umweltwoche präsentierten Mädchen und Buben aus neun Klassen gestern ihre Projekte in der inatura Dornbirn. „Ich freue mich, dass sich von Jahr zu Jahr mehr Kinder und Jugendliche an der Umweltwoche beteiligen. Bei den Präsentationen können die Schüler zeigen, was sie in Zusammenarbeit mit Lehrpersonen und Freizeitpädagogen geleistet haben“, erklärte die Initiatorin Ingrid Benedikt erfreut. Sie war es, die die Umweltwoche 2010 ins Leben gerufen hat und seitdem die Fäden im Hintergrund zieht. Nicht nur die Organisation und Durchführung der vier Präsentationsvormittage, auch zahlreiche andere Aufgaben werden von Benedikt übernommen. „Es gibt viel zu planen, aber wenn ich sehe, mit wie viel Stolz die Teilnehmer ihre Umweltprojekte vorstellen, weiß ich, die Mühe hat sich gelohnt.“

Nachhaltigkeit. Bei der Gestaltung der Präsentationen wie auch beim Setzen der Themenschwerpunkte konnten die Schüler ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Einzig der Bezug zu Natur und Umwelt musste gegeben sein. Und so konnten sich die Besucher des Events – unter ihnen auch Vertreter aus Politik und Bildungswesen – über unterschiedlichste künstlerische Darstellungen freuen. Mit einem Rap über ihr Projekt „PET-Flaschen werden zu Salatgärten“ eröffneten die Schüler der Volksschule Dornbirn Edlach die gestrige Veranstaltung. Über mehrere Wochen hinweg haben sich die Kinder mit dem immer größer werdenden Plastikmüllproblem befasst. Mit etwas Erde und Salat-Setzlingen möchten sie der Verschwendung von PET-Flaschen entgegenwirken und diese sinnvoll wiederverwerten.

Ebenfalls dem Säen und Anpflanzen von Gemüse und Kräutern haben sich die Kinder der Volksschule Dornbirn-Haselstauden verschrieben. Sie präsentierten ihr Konzept „Lebens(t)raum Garten“. Gemeinsam mit Freizeitpädagoge Robert Obmann haben die Schüler einen Garten angelegt und bepflanzt. „Ernten können wir dann im Sommer“, berichteten sie stolz. Bereits in den Frühlingsmonaten geerntet wurden die Wildkräuter, aus denen die Kleinen unter anderem Suppen, Aufstriche und Spätzle kochten.

Bienensterben. Mit einem ganz anderen, immer wichtiger werdenden Thema haben sich die Dritt- und Viertklässler der Volksschule Leopoldstraße befasst. Mit einem Theaterstück über das Leben von Honigbienen machten sie auf das Problem des Bienensterbens aufmerksam. „Besonders bedroht werden diese durch Abgase von Flugzeugen und das Einsetzen von Chemie in der Landwirtschaft“, erklärten die als Bienen und Imker verkleideten Kinder.

Auch Schüler des Landeszentrums für Hörgeschädigte beteiligten sich mit einem Projekt an der Umweltwoche. „Plastikfasten“ war bei ihnen angesagt. Neben einer Flurreinigung, dem Nähen von Stofftaschen und dem bewussten Verzicht auf Kunststoff wandten sich die Schüler mit persönlichen Briefen an Einzelhandelskonzerne wie Spar, Hofer und Lidl. Darin forderten sie weniger Plas­tikverpackungen für Obst und Gemüse. „Die Rückmeldungen waren durchwegs positiv, nur zwei haben uns enttäuscht“, berichten die Schüler von ihren Erfahrungen. „UTE“ hieß das Projekt der Mittelschule Dornbirn Burgmannstraße, bei dem die Jugendlichen sich mit einer umwelt- und tiergerechten Ernährung auseinandersetzten. Mit einem fleischlosen Donnerstag wollten sie ein Zeichen gegen übermäßigen Fleischkonsum und Massentierhaltung setzen. Mehrere liebevolle Plakate wurden gestaltet, auf denen verschiedene Ernährungsformen genauer erklärt wurden.

Recycling. Das Thema Recycling stand im Bundesgymnasium Dornbirn im Mittelpunkt. Die eine Gruppe häkelte bunte Überzüge für Glasflaschen, die andere nähte Rucksäcke aus alten Stoffen. Den Abschluss der Präsentationen bildeten Schüler der HTL Dornbirn, die mit einem Theaterstück aufzeigten, wie sie am Dornbirner Marktplatz den Nitratgehalt verschiedenster Lebensmittel gemessen haben. Doch nicht nur auf der Bühne im Foyer der inatura, auch bei der Ausstellung im Eingangsbereich wurden zahlreiche Konzepte zum Thema Umwelt- und Naturschutz präsentiert.

Obwohl die diesjährige Umweltwoche erst endet, denkt Ingrid Benedikt bereits jetzt über die Planung der Umweltwoche 2018 nach. „Ich habe mir überlegt, dass wir nächstes Jahr einen zusätzlichen Präsentationsvormittag ausrichten könnten, damit noch mehr Schüler Gelegenheit haben, um ihre Arbeiten vorzustellen“, erklärt sie.

<p class="caption">Amelie und Nora (v.l.) mit einem selbst genähten Rucksack aus Stoffresten.</p>

Amelie und Nora (v.l.) mit einem selbst genähten Rucksack aus Stoffresten.

<p class="caption">Die Schülerinnen des BG Dornbirn häkelten Überzüge für ihre Glastrinkflaschen.</p>

Die Schülerinnen des BG Dornbirn häkelten Überzüge für ihre Glastrinkflaschen.

<p class="caption">Angelina und Anabel (v.l.) präsentierten vegetarische Rezepte. KLAUS HARTINGER (5)</p>

Angelina und Anabel (v.l.) präsentierten vegetarische Rezepte. KLAUS HARTINGER (5)

<p class="caption">Den Nitratgehalt von Lebensmitteln bestimmten die Schüler der HTL Dornbirn.</p>

Den Nitratgehalt von Lebensmitteln bestimmten die Schüler der HTL Dornbirn.

„Ich möchte den Schülern zeigen, dass sie durch Naturschutz an Lebensqualität gewinnen.“

Ingrid Benedikt, Initiatorin Umweltwoche

Umweltwoche 2017

Dauer: 6. bis 9. Juni 2017
Motto: „Kleine Schätze, große Schätze“
Beteiligung: 81 Klassen aus
31 Schulen in ganz Vorarlberg

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