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Aus dem Gerichtssaal

Staatsanwaltschaft verlässt Gericht

Strafverfolgungsbehörde wird wegen Raumnot vom Landesgericht in neues Gebäude am Feldkircher Jahnplatz umziehen.

Von Seff Dünser

Die Trennung zwischen Strafgericht und Anklagebehörde wird nun auch räumlich vollzogen. Denn die Staatsanwaltschaft Feldkirch wird das Gerichtsgebäude im Landesgericht verlassen und in das neue Stadtquartier unter der Schattenburg umziehen. Das bestätigte gestern der Feldkircher Chef-Staatsanwalt Wilfried Siegele.

Als Grund für den bevorstehenden Umzug gab der Leitende Staatsanwalt akuten Platzmangel im Gerichtsgebäude an. Bezugsfertig sollen die neuen Räumlichkeiten in der Wichnergasse zwischen Dom und Wirtschaftskammer Ende 2018 sein. Die Justiz-Verantwortlichen mieten für die Staatsanwaltschaft Büroräume in einem von zwei neuen privaten Gebäuden, die im Stadtquartier am Jahnplatz für 30 Millionen Euro errichtet werden. Mit dem Bau der jeweils viergeschossigen Mehrzweckhäuser mit Flächen für Handel, Büros, Wohnungen und Gastronomie wurde im Dezember 2016 begonnen. Zuvor sind die Flächen als Parkplätze verwendet worden.

Stadthäuser werden die Gebäude vonseiten des Projektbetreiberunternehmens Prisma genannt. In jenem Stadthaus, das von der Schattenburg weiter entfernt ist, werde die Staatsanwaltschaft sich im ersten Stock einmieten, berichtete Siegele am Montag. Im Erdgeschoss des Gebäudes mit der Adresse Wichnergasse 5 wird das Sporthandelsgeschäft Intersport untergebracht sein.

Übersiedeln werden, so Siegele, nicht nur die Staatsanwälte und das Kanzleipersonal der Staatsanwaltschaft, sondern auch die Bezirksanwälte und deren Mitarbeiter. Die an den Bezirksgerichten tätigen Bezirksanwälte sind derzeit schon in einem privaten Gebäude in der Innenstadt untergebracht. Der Leitende Staatsanwalt befürchtet keine Sicherheitsprobleme durch die Ansiedlung in einem Gebäude, das auch privat genutzt wird.

Ursprünglich sei eine Standortverlegung in ein öffentliches Gebäude geplant gewesen, sagt der Chef-Staatsanwalt. Ein Umzug in die frühere Finanzlandesdirektion (FLD) neben dem Landesgericht habe sich aber nicht realisieren lassen. Die Gerichtsabteilung Firmenbuch, die ins FLD-Gebäude ausgelagert wurde, soll nach dem Wegzug der Staatsanwaltschaft deren Räumlichkeiten im Landesgericht zumindest teilweise belegen.

Der Leiter der Staatsanwaltschaft überzeugt sich täglich vom Baufortschritt im Jahnplatz-Quartier. Die Großbaustelle liegt auf seinem Fußweg vom Bahnhof zum Landesgericht.

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