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Nationalratswahl

Reißverschluss-Verfahren gilt jetzt auch bei der Ländle-ÖVP

Markus Wallner hat keine Eile bei der Listenerstellung. VLK

Markus Wallner hat keine Eile bei der Listenerstellung. VLK

Die Suche nach geeigneten Kandidatinnen scheint sich dem Vernehmen nach etwas schwerer zu gestalten.

Für Erstaunen hat jüngst die Ankündigung des Zweiten Nationalratspräsidenten Karlheinz Kopf gesorgt, der sich sein Mandat im Herbst über die Liste des Wahlkreises Süd erkämpfen will. Auf der Landesliste (über diese zog er 2013 ins Parlament ein) sollte eine Frau aus dem Wahlkreis Süd kandidieren.

Wen genau Kopf dabei ins Auge gefasst hat, ist einigen Parteifreunden offenbar ein größeres Rätsel. Denn eins­tige Hoffnungsträgerinnen wie Carina Gebhart, ehemalige Vizebürgermeisterin von Bludenz, oder auch Kerstin Biedermann-Smith, ehemalige Stadträtin in Bludenz, hätten sich aus beruflichen und familiären Gründen weitestgehend aus dem politischen Geschehen verabschiedet. Monika Vonier, Landtagsabgeordnete und Mutter einer knapp zweijährigen Tochter, dürfte ebenso wenig Ambitionen auf den Listenplatz haben wie Martina Rüscher. Die umtriebige Landtagsabgeordnete hat gleich drei Kinder zu betreuen. Als Landesvorsitzende der Frauenbewegung scheint sie aber derzeit angestrengt auf der Suche nach geeigneten Kandidatinnen zu sein.

Einige Änderungen. „Bei der Suche nach Frauen tun wir uns überhaupt nicht schwer“, verkündete Parteichef Markus Wallner am Dienstag offziell. Am Montag seien im Parteigremium in Sachen Nationalratswahl verschiedene Beschlüsse gefasst worden. „Unter anderem wird bei der Listenerstellung künftig das Reißverschlussverfahren angewandt werden. Das impliziert, dass wir Frauen suchen, die kandidieren wollen.“ Weiters sei auch die sogenannte „Halbe-Halbe-Regelung“ beschlossen worden. „Dadurch werden Vorzugsstimmen mehr Gewicht bekommen, das Vorrücken wird erleichtert, ein gewisser Wettbewerb entsteht“, erklärte Wallner. Mittels Erklärung werde jeder ÖVP-Kandidat das Vorzugsstimmen-System anerkennen und somit akzeptieren, dass er oder sie im Fall einer Umreihung auf das Mandat verzichtet.

Namen wollte der Landesparteibomann keine nennen. „Klar ist, dass auf dem Landeslistenplatz eins ein neuer Name stehen wird. Dazu werden Gespräche geführt.“ Bis 10. Juli wären Nominierungen möglich. Die Landesliste werde am 7. August erstellt. Es sei noch ausreichend Zeit.

Sonja Schlingensiepen

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