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Dornbirn

Klimawandel: Fokus aufSchutz und Anpassung

Die Landesräte Erich Schwärzler und Johannes Rauch, Konzeptentwicklerin Dorothee Glöckle, Bürgermeister Rainer Siegele (v.l.). VLK

Die Landesräte Erich Schwärzler und Johannes Rauch, Konzeptentwicklerin Dorothee Glöckle, Bürgermeister Rainer Siegele (v.l.). VLK

Hitzetote und Überschwemmungen sind mögliche Folgen der Klimaerwärmung. Land und Gemeinden sind gefordert.

„Der Klimawandel ist Realität und er ist in der Region und den Gemeinden spürbar“, betonte Umweltlandesrat Johannes Rauch (Grüne) am Donnerstag bei einem Pressegespräch in Dornbirn. Gemeinsam mit Agrarlandesrat Erich Schwärzler (ÖVP), Konzeptentwicklerin Dorothee Glöckle und dem Bürgermeister von Mäder, Rainer Siegele (ÖVP/Parteifreie), informierte er über die Folgen des Temperaturanstiegs. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf der Frage, welche Maßnahmen angesichts der Klimaerhitzung in Vorarlberg nötig werden.

Hitze und Hochwasser. Hierzulande sind die Temperaturen seit 1880 im Jahresdurchschnitt um rund zwei Grad gestiegen. Eine weitere Erhöhung um bis zu sechs Grad wäre im Extremfall bis Ende dieses Jahrhunderts möglich.

In Folge sei ein „langsamer Trend zu mehr Starkregen und mehr Hitzetagen zu beob­achten“, berichteten die Referenten. Mehrfach wurde auf das Hochwasser von 2005 verwiesen. Bürgermeister Rainer Siegele merkte zudem an, dass Hitzewellen zahlreiche Tote fordern können.

Bundesweit kosten solche Auswirkungen des Klimawandels derzeit eine Milliarde Euro jährlich. Ohne Gegenmaßnahmen könnte dieser Wert auf bis zu 8,8 Milliarden Euro steigen. Landesrat Schwärzler verwies darauf, dass vonseiten des Landes in verschiedenen Bereichen gehandelt werde. Beispielsweise seien seit 2009 rund 345 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert worden. Den Verantwortlichen von Gemeinden würden eine Reihe an Förderinstrumenten und Infomaterialien zur Verfügung gestellt. Zudem sollen noch 2017 zwei Klimawandel-Anpassungsberater landesweite Beratungen anbieten.

Novum. Kurz vorgestellt wurde am Donnerstag auch die Klimawandel-Anpassungsmodellregion Vorderwald-Egg. Es handelt sich um die einzige derartige Region in Vorarlberg und die österreichweit einzige, in welcher der Fokus auf der Waldwirtschaft liegt. Momentan stünden noch Gespräche mit lokalen Akteuren an, sagte Konzeptentwicklerin Glöckle. Eine mögliche Maßnahme sei etwa die Stärkung der Mischwälder. Dies führe unter anderem zu besserem Schutz bei Neiderschlägen.  JH

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