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Aus dem Gerichtssaal

Anklage: Freundinzwei Mal vergewaltigt

Noch kein Urteil am Landesgericht im Schöffenprozess gegen vorbestraften 26-Jährigen, der die Vorwürfe bestreitet.

Von Seff Dünser

Innerhalb von zwei Wochen habe ihr damaliger Freund sie im Vorjahr zwei Mal vergewaltigt, gab die junge Frau vor Gericht bei ihrer kontradiktorischen Einvernahme zu Protokoll. Der 26-jährige Kroate habe sie mit Ohrfeigen und Bissen zum Geschlechtsverkehr gezwungen. Vor allem Vergewaltigung wird dem vorbestraften Angeklagten im Schöffenprozess am Landesgericht Feldkirch zur Last gelegt. In der gestrigen Hauptverhandlung wurde noch kein Urteil gesprochen. Der vorsitzende Richter Martin Mitteregger hat die Verhandlung vertagt. Angeklagt ist der Arbeitslose aus dem Bezirk Bregenz auch wegen fortgesetzter Gewaltausübung, schweren Hausfriedensbruchs, Sachbeschädigung und fahrlässiger Körperverletzung. Nach Darstellung von Staatsanwalt Simon Steixner hat der Angeklagte seine damalige Freundin zwischen August und Dezember 2016 des Öfteren geschlagen, gebissen und getreten. Außerdem soll er ihr einmal ein Messer an den Hals gehalten und ihr dabei gedroht haben, sie umzubringen.

Des Weiteren wird dem 26-Jährigen vorgeworfen, er habe im November 2016 mit Fußtritten zwei geschlossene Türen in der Wohnung seiner seinerzeitigen Freundin beschädigt, um sich Zugang zu verschaffen. Die junge Frau soll vor ihm in die Toilette geflüchtet sein. Dazu ist der Angeklagte geständig.

Schuldig bekannt hat er sich auch zum Anklagepunkt fahrlässige Körperverletzung. Weil er am Steuer seines Autos eingeschlafen ist, ist sein Fahrzeug heuer im Jänner im Dornbirner Achraintunnel auf der Gegenfahrbahn gegen den Pkw einer Frau geprallt. Diese wurde dabei schwer verletzt.

Bestritten werden vom Angeklagten die angeklagten Vergewaltigungen und die fortgesetzte Gewaltausübung. Seine ehemalige Freundin belaste ihn zu Unrecht, weil er die Beziehung beendet habe und sie von ihm damit kein Geld mehr bekomme, sagte der Angeklagte vor Gericht. Verteidiger Dietmar Fritz sprach von einer komplizierten Beziehung mit wechselseitiger Eifersucht, in der es regelmäßig zu Streitigkeiten gekommen sei, allerdings nur verbalen.

Nicht geglaubt. Eine frühere Freundin des mutmaßlichen Opfers berichtete als Zeugin, die junge Frau habe ihr von einer Vergewaltigung und von Misshandlungen erzählt. Sie habe ihr aber nicht geglaubt, sagte die 35-jährige Zeugin. Denn die damalige Freundin des Angeklagten habe erst Wochen später Anzeige erstattet. Das mutmaßliche Opfer habe gesagt, sie liebe den Angeklagten und hoffe, dass die Beziehung besser werde.

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