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Gut gerüstet für die kalte Jahreszeit

Elvis Terzic vom Arbö gibt Tipps für den Reifenwechsel.  klaus hartinger

Elvis Terzic vom Arbö gibt Tipps für den Reifenwechsel.
 klaus hartinger

Noch vor dem ersten Schneefall in den Tallagen gilt es, das Auto winterfit zu machen. Die Experten erklären, worauf es ankommt.

Von Rubina Bergauer

Noch stehen einige schöne Herbsttage an. Doch erste Vorboten des Winters waren am vergangenen Wochenende bereits zu spüren. Es ist also nicht zu früh, über die Winterausrüstung fürs Auto nachzudenken. Pkw-Lenker sind verpflichtet, ihr Fahrzeug winterfit zu machen. Dies betrifft aber nicht nur die Autoreifen. „Es ist auch ratsam, eine Grundausstattung an hilfreichen Utensilien für die kalte Jahreszeit in den Wagen zu räumen“, sagt Jürgen Wagner vom öamtc Vorarlberg. Schneebesen und Eiskratzer sind ein Muss. Auch ein Türschloss­enteiser kann unter Umständen hilfreich sein. „Dieser sollte aber in der Manteltasche aufbewahrt werden, damit er jederzeit griffbereit ist. Im eingefrorenen Auto nützt er wenig“, weiß der Fachmann. Um problemlos durch den Winter zu kommen, sollten Fahrzeughalter einige „Kältevorkehrungen“ treffen.

Mischverhältnis beachten. Da herkömmliche Reinigungsmittel bei Temperaturen unter null Grad einfrieren und bei großer Kälte das Reinigungssystem sogar sprengen können, empfiehlt es sich, die Scheibenwischanlage schon jetzt mit Frostschutzmittel aufzufüllen. Um die nötige Kältebeständigkeit zu erreichen, wird den Reinigungsmitteln Alkohol beigemengt, weil die Düsen schon bei geringen Minusgraden zufrieren können, sollte das Mischverhältnis in unseren Breitengraden für etwa minus 20 Grad ausgelegt sein. Nach dem neuen Befüllen der Scheibenwischanlage sollte die Pumpe betätigt werden, damit der Frostschutz in alle Leitungen verteilt wird. Um auf Nummer sicher zu gehen, kann auch eine zusätzliche Reserveflasche im Pkw mitgeführt werden.

Wenn die Wischerblätter Schlieren ziehen, hilft aber das beste Waschmittel nichts. Die Gummilippen der Scheibenwischer sollten daher vorab kontrolliert und gegebenenfalls ausgetauscht werden“, rät Elvis Terzic von der Arbö-Prüfstelle in Bregenz. Wischerblätter gehen selten durch den Gebrauch kaputt: Sonneneinstrahlung sowie Eis und das Festfrieren auf der Windschutzscheibe setzen dem Material zu. Auch die Türdichtungen können auf diese Weise beschädigt werden. „Dies kann durch regelmäßige Pflege verhindert werden. Spezielle Sprays gibt es im Autozubehörhandel“, erläutert Terzic. Ein bewährtes Hausmittel ist darüber hinaus Hirschtalg. Bei der Gummipflege sollten zudem die Dichtungen am Kofferraum nicht vergessen werden.

Eine Frage der Qualität. Und wann ist der beste Zeitpunkt, um von Sommer- auf Winterreifen zu wechseln? Von 1. November bis 1. April gilt österreichweit die situative Winterreifenpflicht – das bedeutet bei Schnee, Matsch oder Eis. Winterreifen müssen mindestens vier Millimeter Profiltiefe aufweisen und sollten nicht länger als vier Saisonen im Einsatz sein. Beim Kauf von Reifen sollte vor allem die Qualität und nicht so sehr der Preis im Vordergrund stehen, sind sich die Experten einig. Wer Reifen aus dem Vorjahr verwendet, sollte diese auf Beschädigungen und Unregelmäßigkeiten überprüfen.

„Spätestens beim ersten Schneefall sollten auch die Schneeketten im Auto sein“, betont Jürgen Wagner. Dabei ist es ratsam, deren Montage vorab zu üben, beziehungsweise sich diese von einem Fachmann zeigen zu lassen. „Bei einem neuen Fahrzeug sollte zusätzlich abgeklärt werden, wie es mit der Verwendung von Schneeketten aussieht“, gibt der öamtc-Experte zu bedenken. Denn genügte früher ein Blick auf die Verpackung, muss heutzutage auch ein Blick in die Betriebsanleitung des Autos und – bei Alufelgen – des Felgenherstellers geworfen werden. Bei immer mehr Fahrzeugtypen ist nur ein eingeschränkter oder überhaupt kein Kettenbetrieb zulässig. „Daher sollte man sich vorab mit der Thematik beschäftigen, damit man im Bedarfsfall nicht in eine unangenehme Situation kommt“, erklärt Terzic. Wenn die Temperaturen kälter werden, geht es zudem für zahlreiche Autofahrer wieder ans morgendliche Eiskratzen. „Dabei gibt es mitunter auch fragwürdige Methoden“, berichtet Wagner. Heißes Wasser eigne sich definitiv nicht zum Enteisen der Scheiben. Ganz im Gegenteil droht die Gefahr, dass diese durch den großen Tempera­turunterschied reißen. Auch mit CD-Hüllen und Scheckkarten lässt sich das Eis nur bedingt entfernen. „Die beste Methode sind immer noch Eiskratzer und Enteisungsspray.“

<p class="caption">Beim Reifenwechsel gibt es einige Dinge zu beachten.</p>

Beim Reifenwechsel gibt es einige Dinge zu beachten.

„Türschlossenteiser in der Tasche aufbewahren. Denn im eingefrorenen Auto nutzt dieser wenig.““

Jürgen Wagner, ÖAMTC

Factbox

Reifenwechsel

Von 1. November bis 1. April herrscht österreichweit situative Winterreifenpflicht. Wer die Reifen nicht vom Profi wechseln lässt und lieber selbst Hand an legt, sollte Folgendes beachten:

± ein kräftiger Wagenheber muss her, jener aus dem Pannenset ist weniger geeignet

± zum Reifenwechsel braucht es zumindest einen Radkreuzschlüssel oder Stecknusssatz, Drehmomentschlüssel

± die erforderliche Reifengröße steht im Typenschein des Fahrzeugs, Reifen von der vorherigen Saison auf Schäden überprüfen

± der Wagen sollte beim Reifenwechsel gerade stehen, die Handbremse angezogen und ein Gang eingelegt sein, Unterlegkeile sichern zusätzlich

± Reifen dürfen getauscht werden, um diese gleichmäßig abzufahren (rechter Vorderreifen sollte rechts hinten montiert werden etc.)

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