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Hohenems

Metaller: Gewerkschafter erhöhen den Druck

Gewerkschafter und Betriebsräte gestern in Hohenems.  ÖGB

Gewerkschafter und Betriebsräte gestern in Hohenems.  ÖGB

Auch in Vorarlberg gab es gestern eine Betriebsräte­konferenz, bei der eine Resolution verabschiedet wurde.

Vier Prozent mehr Lohn verlangen die Arbeitnehmervertreter bei den derzeit laufenden Metallerverhandlungen. 130.000 Beschäftigte in der Metallbranche gibt es österreichweit, 13.000 in Vorarl­berg. Nach den bisher gescheiterten Verhandlungsrunden haben die Vertreter von PRO-GE und GPA-DJP gestern auf einer Betriebsrätekonferenz einstimmig eine Resolution mit Forderungen und Protestmaßnahmen abgesegnet.

„Die Voraussetzungen für eine Lohnerhöhung waren noch nie so gut wie heuer“, betonte der Vorarlberger PRO-GE- und ÖGB-Landesvorsitzende Norbert Loacker vor rund 50 Betriebsräten in Hohenems. „Daher ist es völlig unverständlich, dass die Verhandler auf Arbeitgeberseite so auf der Bremse stehen und sogar eine Nulllohnrunde fordern“, kritisierte GPA-DJP-Geschäftsführer Bernhard Heinzle.

Bei der Betriebsrätekonferenz haben Loacker und Heinzle laut einer Aussendung die anwesenden Betriebsräte über den Status quo aufgeklärt. Die dritte Verhandlungsrunde sei geplatzt, nachdem die Arbeitgeberseite lediglich eine Nulllohnrunde ohne Inflationsabgleich angeboten hätte. „Das musst du dich als Arbeitgeber erst mal trauen, nach Jahren der Stagnation bei den Löhnen jetzt in Zeiten des Wirtschaftswachstums den Vorschlag zu einer Nulllohnrunde vorzubringen“, ärgerte sich Loacker. „Damit wollen sie nur ihren Unmut kundtun, weil sie beleidigt sind, dass wir den Mindestlohn und eine Angleichung der Rechte von Arbeitern und Angestellten im Nationalrat durchgebracht haben“, glaubt er.

„Dass der Nationalrat die beiden Beschlüsse gefasst hat, ist für einige Wirtschaftsvertreter vielleicht nicht erfreulich. Das ist aber kein Grund, dass es keinen Kollektivvertragsabschluss geben soll“, sagte Heinzle. Ihn ärgert es, „dass es nicht möglich ist, nach drei Runden zu einem fairen Abschluss zu kommen. Es ist jedes Jahr das gleiche mühselige Prozedere“. Völlig unverständlich ist für Heinzle auch, „dass die Arbeitgebervertreter ernsthaft eine Nulllohnrunde vorgeschlagen haben. Die Inflationsrate ist hoch und die Wirtschaft brummt, wie die Unternehmer ja selbst sagen. Es muss also eine ordentliche Lohnerhöhung geben“.

In der gestern verabschiedeten Resolution halten die Gewerkschafter nochmal ihre Forderungen fest: vier Prozent mehr Lohn und Gehalt sowie weitere Verbesserungen bei der Vergütung von Dienstreisen, Nachtzulagen und Lehrlingen. Am kommenden Montag, 30. Oktober, ist die vierte Verhandlungsrunde angesetzt. Sollte es wieder keine Einigung geben, haben die Arbeitnehmervertreter österreichweite Betriebsversammlungen angekündigt. An den Protestmaßnahmen werde man sich auch in Vorarlberg beteiligen, kündigten Loacker und Heinzle an.

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